Fussballchaot (16) stellt sich der Polizei

Der 40-jährige Familienvater wartete mit seinen Kindern an der Hardstrasse auf den Bus.
Der 40-jährige Familienvater wartete mit seinen Kindern an der Hardstrasse auf den Bus.
Der mutmassliche Täter, der am Mittwoch am Zürcher Hardplatz einen 40-jährigen Familienvater am Kopf schwer verletzt hatte, hat sich der Polizei gestellt. Gemäss einem Augenzeuge hatte das Opfer Platz im Bus gefordert.


Der 40-jährige Familienvater wollte am Mittwochabend in Begleitung seiner beiden Kleinkinder in den Bus steigen, als er von einem Unbekannten in FCZ-Fankleidung niedergeschlagen wurde. Nur wenige Stunden später hat sich der 16-jährige, mutmassliche Täter gestellt, schreibt die Stadtpolizei Zürich.

Opfer hatte Platz gefordert

Gegenüber dem «Tagesanzeiger» sagte ein Augenzeuge, dass 16-Jährige zugeschlagen habe, nachdem der Familienvater Platz im Bus forderte: «Ich stand mit meiner Frau und meinen drei Kinder direkt hinter dem Opfer. Es hatte wenig Platz im Bus. Also sagte das spätere Opfer in bestimmtem, aber nicht aggressivem Ton, man solle doch bitte aufrücken. Er würde gerne mit seinem Kinderwagen einsteigen. Daraufhin schlug einer unvermittelt zu, so dass der Mann rückwärts wieder aus dem Bus aufs Trottoir fiel.»

Keine Verdunklungsgefahr

Der 16-Jährige wurde festgenommen und der zuständigen Fachgruppe Jugenddienst der Stadtpolizei Zürich übergeben. Nach weiteren Abklärungen und einer polizeilichen Befragung wurde der jugendliche, mutmassliche Täter der zuständigen Jugendanwaltschaft zugeführt.Weil keine Verdunklungsgefahr bestehe, sei der Jugendliche aus der haft entlassen worden.

Das Opfer konnte noch immer nicht befragt werden, der 40-jährige Familienvater liegt mit schweren Kopfverletzungen im Spital. Gemäss dem Zürcher Polizeisprecher könne er noch mehrere Tage nicht vernommen werden.

(Stapo ZH/red.)


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