Ex-DFB-Präsident fühlt sich falsch verdächtigt

Theo Zwanziger (rechts) wehrt sich mit einer Strafanzeige gegen die Bundesanwaltschaft
Theo Zwanziger (rechts) wehrt sich mit einer Strafanzeige gegen die Bundesanwaltschaft © KEYSTONE/AP DPA/ARNE DEDERT
Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger reagiert auf seine Anklage in der Affäre um die Fussball-WM 2006 mit einer Strafanzeige gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft. Die Strafanzeige kündigte Zwanziger laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa an einer Medienkonferenz an.

Der 74-Jährige wirft der Ermittlungsbehörde in der Schweiz eine bewusst falsche Interpretation von Beweismitteln vor. «Ich bin überzeugt, dass die Verdächtigungen falsch sind», sagte Zwanziger.

Die Bundesanwaltschaft hatte in der Vorwoche Anklage gegen die Ex-DFB-Funktionäre Zwanziger, Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen FIFA-Generalsekretär Urs Linsi erhoben.

Dem Quartett wird vorgeworfen, den Präsidialausschuss des WM-Organisationskomitees 2006 über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro im April 2005 vom DFB an die FIFA arglistig getäuscht zu haben. «Die Ermittler sprechen davon, über den Verwendungszweck des Geldes zu spekulieren. Darauf kann man keine Anklage stützen», sagte Zwanziger.

(SDA)


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