«Giraffen könnten sich Beine brechen»

Die Giraffen dürfen bei diesen kalten Temperaturen nicht nach draussen, die Unfallgefahr ist zu gross. (Symbolbild)
Die Giraffen dürfen bei diesen kalten Temperaturen nicht nach draussen, die Unfallgefahr ist zu gross. (Symbolbild) © iStock/mostlymozart
Im Walter Zoo in Gossau sieht man die Tiere wegen der frostigen Temperaturen derzeit nur selten im Freien. Die Flamingos mussten wegen des zugefrorenen Teichs gar gezügelt werden. Auch im Kinderzoo in Rapperswil bleiben die Giraffen wegen der Glatteisgefahr besser drinnen.

«Die Giraffen und Elefanten verlassen ihren Stall bei diesen Temperaturen nicht oft», sagt Benjamin Sinniger, Mediensprecher von Knies Kinderzoo in Rapperswil. Bei den Elefanten sei es ein bisschen wie bei den Menschen: Sie lieben den Schnee, gehen raus zum Spielen, kommen aber auch gerne wieder rein in die Wärme.

Giraffe mit Gips?

«Bei den Giraffen müssen wir vor allem aufpassen, dass sie sich kein Bein brechen», sagt Sinniger. Bei diesen kalten Temperaturen könne es schnell Glatteis geben, dann würden die Giraffen gar nicht erst aus dem Stall gelassen: «Stellen Sie sich vor, wir müssten einer Giraffe einen Gips machen.»

Ställe sind geheizt

Alles in allem gebe es im Kinderzoo aber keinerlei Probleme wegen der Kälte. «Die Anlagen sind so gebaut, dass sie 365 Tage im Jahr genutzt werden können», erklärt Benjamin Sinniger. Dies beinhalte auch kalte Wintertage. Bei den Vögeln habe man bereits letzte Woche entsprechende Massnahmen getroffen. So seien die Anlagen mit Wärmelampen ausgestattet, welche die Tiere warm halten.

Flamingos mussten gezügelt werden

Den Tieren im Walter Zoo in Gossau macht die Kälte nicht so zu schaffen. Die meisten Tiere hätten ein dickes Fell, sagt Zoodirektorin Karin Federer: «Der sibirische Tiger geniesst die eisigen Temperaturen und den Schnee sehr. Er ist durch sein Fell auch genügend geschützt.» Mit den Schimpansen ist es wie bei den Elefanten im Kinderzoo: «Sie gehen gerne raus zum Spielen oder Schnee essen, dann aber schnell wieder ab an die Wärme.»

Einige Tiere mussten ganz ins Innere gezügelt werden: «Die Flamingos sind normalerweise 365 Tage im Freien. Dieses Jahr mussten wir sie jedoch an die Wärme nehmen, da ihr Teich zugefroren ist.»

Trinkwasser kann gefrieren

Vor allem wegen der Anlagen gebe es viel zu tun. Davon bekommen die Tiere häufig gar nichts mit: «Bei solchen Temperaturen kann die Technik einmal versagen oder das Trinkwasser gefrieren», sagt Karin Federer. Da sich die Tiere aber sowieso häufig drinnen aufhalten, sind sie nicht gefährdet.

Am kommenden Wochenende eröffnet der Kinderzoo in Rapperswil die Saison. Bis dahin hofft Benjamin Sinniger, dass sich die Temperaturen wieder erholen. Nicht der Tiere Willen, sondern weil sich die Menschen sonst nicht aus ihren Höhlen wagen. Der Walter Zoo hat das ganze Jahr über täglich offen.

(abl)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 500 Zeichen