Glückliche Fussgänger in Rebstein

Von Vanessa Kobelt
In Rebstein und Marbach sind alle entfernten Fussgängerstreifen wieder zurück. (Symbolbild)
In Rebstein und Marbach sind alle entfernten Fussgängerstreifen wieder zurück. (Symbolbild) © iStock
Die Bevölkerung in Rebstein und Marbach ist erleichtert. Vor gut einem Jahr verschwanden von heute auf morgen mehrere Fussgängerstreifen. Nun sind sie zurück – wenn auch mit bitterem Nachgeschmack.

Es war ein Schock für die Gemeinden Rebstein und Marbach, als vor gut einem Jahr mehrere Zebrastreifen entfernt wurden. Nach einer Sicherheitsüberprüfung der Fussgängerstreifen auf dem Abschnitt Heerbrugg – Altstätten letzten Sommer hatte das kantonale Tiefbauamt mehrere Streifen auf dieser Strecke ohne Vorwarnung entfernt.

Viele Schüler waren plötzlich gezwungen, ihren gewohnten Schulweg zu ändern. «Zum Teil warten die Schüler immer noch dort, wo mal ein Fussgängerstreifen war», sagte der Marbacher Gemeindepräsident Alexander Breu damals gegenüber FM1Today. Schlimmeres ist in der Zwischenzeit zum Glück nicht passiert und die Streifen sind wieder da. Dies jedoch nur dank Druck seitens der Gemeinden.

Anpassungen kommen noch

«In Rebstein sind fünf Fussgängerstreifen an einem neuen Ort platziert worden», sagt Andreas Eggenberger, Gemeindepräsident von Rebstein, auf Anfrage. «Die Streifen bleiben zwar dort, gewisse Anpassungen wird es aber noch geben.» Zum Beispiel müssten bessere Markierungen und Mittelinseln montiert werden.

Dass die Fussgängerstreifen bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwanden, hinterlasse zwar einen bitteren Nachgeschmack. Trotzdem freue man sich über die Veränderung. «Die Fussgängerstreifen sind nun an einem besseren Ort platziert, so dass es für die Fussgänger sicherer ist.»

Den Gemeinden sei Dank

Dass der Kanton die wichtigen, gelben Streifen so schnell wie möglich wieder aufgemalt hat, ist auch dem Einsatz der Gemeinden zu verdanken. Sie versprachen ihren Bürgern schon kurz nach der Entfernung, sich für eine schnelle Wiederaufmalung einzusetzen.

«Bei gewissen Standorten war das Fussgängeraufkommen gross genug, um sie zu rechtfertigen», sagt Andreas Eggenberger. «Wir haben dann mit den richtigen Leuten gesprochen und es entstand eine gute Zusammenarbeit mit dem Kanton.»

Eltern sind froh

Auch in Marbach ist man erleichtert, dass die gelben Hilfsmittel endlich wieder vorhanden sind. Vor allem die Eltern können ihre Schüler wieder mit einem guten Gefühl auf den Schulweg schicken, bestätigt Roland Schönauer, Schulratspräsident von Rebstein und Marbach. «Jetzt können die Schüler die Hauptstrasse wieder sicher überqueren.»

Trotz allem halle der Schock vom letzen Jahr noch nach. «Fussgängerstreifen von heute auf morgen verschwinden lassen – so etwas sollte nicht mehr passieren. Wir wünschen uns für die Zukunft eine bessere Kommunikation im Voraus.»


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