«Frauenstimmrecht ist heute selbstverständlich»

Lara Abderhalden, 30. April 2017, 08:23 Uhr
Vreni Kölbener kämpfte für das Frauenstimmrecht.
© zVg
Am Sonntag findet in Appenzell die Landesgemeinde statt. Dass auch die Frauen ihre Stimme abgeben dürfen, ist heute selbstverständlich. Das war aber nicht immer so. Die Appenzeller Grossrätin Vreni Kölbener erinnert sich an den Tag zurück, an dem sie zum ersten Mal abstimmen durfte.

Die Grossrätin Vreni Kölbener hat sich für das Frauenstimmrecht eingesetzt. Sie erinnert sich noch gut an den Tag 1991, als die Frauen das erste Mal abstimmen durften: «Ich habe mich gefreut, dass sich unser Recht endlich durchgesetzt hat. Wir Frauen waren gespannt, was als Nächstes passieren würde.» Es sei ein übermächtiges und ergreifendes Gefühl gewesen, als Vreni Kölbener zum ersten Mal im Ring stand.

Viele Männer und auch einige Frauen hätten am Engagement Kölbeners nicht unbedingt Freude gehabt. «Man wurde oft als Emanze abgestempelt.» Diese Zeit ist heute aber vorbei. Dass Frauen mitbestimmen dürfen ist heute eine Selbstverständlichkeit. Fast schon zu selbstverständlich: «Vielen ist heute nicht mehr bewusst, wie es damals war und wofür wir gekämpft hatten.»

Die Frauen hätten heute alle eine gute Berufsbildung, erst wenn es darum geht, die Familienarbeit aufzuteilen, würden teilweise alte Rollenbilder auftauchen. «Die traditionellen Rollenbilder sind immer noch beständig.» Es gehe darum in der Familie ein miteinander zu finden.

Vreni Kölbener sprach im Rahmen der FM1-Sendung Gott und d'Wält mit Moderator Beni Hofstetter und FM1-Pfarrerin Charlotte Küng. Die Radio-Beiträge zum Nachhören:

«GuW 394 Frauen an der Landsgemeinde lll» von 30.04.2017.


«GuW 394 Frauen an der Landsgemeinde ll» von 30.04.2017.

«GuW 394 Frauen an der Landsgemeinde l» von 30.04.2017.

(abl)

 

 

Lara Abderhalden
veröffentlicht: 30. April 2017 08:23
aktualisiert: 30. April 2017 08:23