Graubünden: Kranker Jungwolf erlegt

Der Jungwolf wurde ein Jahr alt.
Der Jungwolf wurde ein Jahr alt. © iStock
In der Bündner Herrschaft hat die Wildhut einen Jungwolf erlegt. Das Tier war krank, es litt an einer Hirnentzündung. Die Ursache für die Krankheit ist bisher nicht bekannt.

Aufgrund von Beobachtungen ging die Bündner Wildhut davon aus, dass der Wolf krank ist. Der einjährige Wolf war bei Tageslicht unterwegs, was für so ein Tier untypisch ist. Ausserdem zeigte er keinerlei Scheu und reagierte nicht auf Zurufe. «Der Jungwolf drehte sich fortwährend im Kreis», wobei man am rechten Hinterbein eine Verletzung sehen konnte, schreibt das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden in einer Mitteilung. Des Weiteren hatte das Jungtier ein aufgeschwollenes Gesicht und die Augen oft geschlossen. Dies seien alles Hinweise dafür, dass er an Staupe oder an einer anderen Störung des Nervensystems erkrankt war. Die Bündner Wildhut hat den Jungwolf daraufhin am 3. Juli erledigt.

Der Jungwolf wurde an das Zentrum für Fisch-und Wildtiermedizin der Universität Bern gebracht. Tollwut oder das Staupe-Virus konnte zwar nicht nachgewiesen werden, das Tier hatte aber eine deutlich feststellbare Hirnentzündung. Ausserdem wies das Tier in Darm und Lunge einen hohen Parasitenbefall auf, auch Herzwürmer wurden gefunden. Die Ursache für die Hirnerkrankung ist nicht bekannt.

In dem vergangenen halben Jahr mussten im Aufsichtskreis Herrschaft-Seewis gegen 20 an Staupe erkrankte Tiere erlegt werden, meldet das Amt für Jagd und Fischerei. Darunter Füchse, Dachse oder auch Waschbären.

(sk)


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