Grossbrand in US-Raffinerie hält Einsatzkräfte in Atem

Bei einem Brand in einer Raffinerie in den USA am Freitag sind laut den örtlichen Gesundheitsbehörden keine Giftgase ausgetreten.
Bei einem Brand in einer Raffinerie in den USA am Freitag sind laut den örtlichen Gesundheitsbehörden keine Giftgase ausgetreten. © KEYSTONE/AP/MATT ROURKE
Mehr als einen Tag nach einer Explosion in einer Raffinerie in der US-Ostküstenstadt Philadelphia haben die Einsatzkräfte das Feuer noch nicht vollständig gelöscht. Der Brand sei allerdings unter Kontrolle.

Dies berichtete der TV-Sender NBC unter Berufung auf die Feuerwehr am Samstagmittag (Ortszeit), aber nahe eines Lecks in einer Gaspipeline loderten weiterhin Flammen.

Die Explosion ereignete sich NBC zufolge am Freitagmorgen um 4.22 Uhr und riss noch in mehreren Kilometern Entfernung Menschen aus dem Schlaf. Trümmer seien in die Luft geschleudert worden und dann auf die Strassen in der Nähe der Anlage herabgeregnet. Kurz darauf habe sich eine dichte, schwarze Wolke gebildet. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden auf dem Gelände der Raffinerie fünf Arbeiter leicht verletzt.

Videos von dem Vorfall zeigen einen Feuerball, der den Komplex des Unternehmens Philadelphia Energy Solutions vollständig zu umhüllen scheint. «Verdammt, das sieht schlimm aus», sagte der Bürgermeister der Stadt, Jim Kenney, dem Sender NBC. Kenney sprach von einer beängstigenden Szenerie. Er kündigte an, man werde alles daran setzen, die Anlage sicherer zu machen und dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederhole.

Die Explosion war so gewaltig, dass sie vom Weltraum aus registriert wurde, wie die Zeitung «The Philadelphia Inquirer» berichtete. Die Infrarotkameras eines Wettersatelliten hätten die enorme Hitze aufgezeichnet. Den Behörden zufolge konnten die Feuerwehrleute aufgrund der hohen Temperaturen noch nicht ins Innere des Komplexes vordringen und das Hauptventil schliessen. Daher ströme weiterhin Gas aus, welches das Feuer am Leben halte.

Die Ursache der Explosion ist weiterhin unbekannt. Für die Anwohner gab es Entwarnung: Man habe keine Anzeichen für Gefahren durch giftige Gase, teilte die örtliche Gesundheitsbehörde auf Twitter mit. Die Anlage ist laut US-Medien die grösste Raffinerie an der Ostküste. Rund 1000 Menschen seien dort beschäftigt.

(SDA)


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