Ein Grossteil der Züge fährt wieder

Chaos am Bahnhof in Winterthur: Am Freitag war die Verbindung in die Ostschweiz komplett unterbrochen. (Archiv)
Chaos am Bahnhof in Winterthur: Am Freitag war die Verbindung in die Ostschweiz komplett unterbrochen. (Archiv) © KEYSTONE/Walter Bieri
Wer am Sonntag noch nach Winterthur oder Zürich muss, sollte sich seine Verbindung gut aussuchen: Einzelne Züge fahren via Winterhtur, andere fallen aus. Auch von Romanshorn fahren die meisten Züge wieder. Eine Regel, welche Züge verkehren und welche nicht, gibt es nicht.

Nachdem der Bahnhof Winterthur am Freitag und Samstag ein Brennpunkt im ÖV-Netz der Schweiz war, geht es seit Sonntagmittag wieder etwas gelassener zu und her. Bis Sonntag um 12 Uhr war der Bahnhof Winterthur nur mit Shuttle-Bussen ab Grüze oder Oberwinterthur erreichbar, dies verlängerte die Reisezeit um gut 20 Minuten. Mittlerweile hat sich die Situation etwas entspannt, viele Züge können wieder bis Winterthur fahren.

Infotafeln oder Website konsultieren

Allerdings kann nicht genau gesagt werden, welche Züge ausfallen. «Wir sind mit Bauarbeiten beschäftigt, teilweise werden diese auch auf den Geleisen ausgeführt. Aus diesem Grund kann nicht genau gesagt werden, welche Züge fahren und welche nicht», sagt Mediensprecher Stephan Wehrle.

Man solle sich deshalb am Bahnhof auf den Infowalls oder vorab Online oder mittels App informieren. Fällt ein Zug aus, wird dies bereits jetzt angezeigt.

Ab Montag fahren Züge planmässig

Am Montagmorgen sollen die Bauarbeiten beendet sein, der Pendlerverkehr soll wieder normal verkehren können. «Die Bauarbeiten laufen planmässig», sagt Wehrle. Sollte es dennoch Verspätungen oder Zugausfälle geben, werde dies wiederum Online kommuniziert.

Güterwagen aus den Schienen gesprungen

Drei mit Schottersteinen beladene Wagen waren am frühen Freitagabend im Bahnhof Winterthur aus den Schienen gesprungen. Grund dafür war eine Arretierung an einem Förderband-Wagen einer externen Baufirma, die den vorauslaufenden Wagen aus den Schienen gehievt hat, wie die SBB am Samstagnachmittag erklärte.

Zu diesem Schluss kommen laut Mitteilung die Sicherheitsexperten der SBB und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST). Dabei wurde ein Strommast beschädigt, was zu einem Kurzschluss führte. Neben dem Fahrleitungsmast wurden auch die Gleise beschädigt, wie die SBB mitteilten. Verletzt wurde niemand.

Nach der Entgleisung konnte der Stromunterbruch aber soweit eingegrenzt werden, dass Richtung Oberwinterthur Zugfahrten wieder möglich waren. Bei der Durchfahrt eines ICE fiel dann aber die Fahrleitung herunter, was erneut einen Kurzschluss auslöste. Verletzt wurde niemand.

Aufwendige Reparatur

Die SBB gingen noch am späteren Freitagabend davon aus, dass der Bahnhof im Fernverkehr aufgrund von Beschädigungen bis am Samstagmittag stillsteht. Aufgrund der aufwändigen Reparaturarbeiten dauerte die Störung aber bis Sonntagmittag. Danach konnte der Betrieb durch Winterthur im Regional- und Fernverkehr teilweise wieder aufgenommen werden.

Die Aufräumarbeiten gestalteten sich sehr aufwändig, wie SBB-Mediensprecher Stephan Wehrle auf Anfrage von Keystone-SDA erklärte. Um die Güterwagen aus dem Gleisfeld zu heben, sei ein zweiter Kran notwendig gewesen.

Erst ab Samstagmittag konnten dann die Reparaturen an den Schienen und Weichen sowie an den Strommasten aufgenommen werden. Weil es sich beim defekten Strommast um eine über mehrere Gleise zusammenhängende Installation handelte, hätten diese Arbeiten besonders viel Zeit in Anspruch genommen.

(enf/SDA)


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