Grümpelis rüsten sich für «heisse» Phase

Grümpeli-Hochsaison in der Ostschweiz
Grümpeli-Hochsaison in der Ostschweiz © Tagblatt/Benjamin Manser
Sonne, Sonne und nochmal Sonne. Die Schweiz erlebt Hitzetage wie noch selten. Sport macht da fast niemand freiwillig. Ausser man hat sich für ein Grümpeli angemeldet. Die beiden Grümpeli in Mels und Appenzell treffen Massnahmen für das Hitzewochenende.

In der Kantonshauptstadt Appenzell und im st.gallischen Mels werden von Freitag bis Sonntag Grümpelis ausgetragen. Die Meteorologen erwarten im Appenzellerland zwischen 27 und 32 Grad, im Seeztal zwischen 31 und 34 Grad. Grümpeli-Veranstalter im FM1-Land rechnen deshalb auch neben dem Feld mit hitzigen Situationen.

Abkühlung im nahen Fluss

Auf rund 780 Metern über Meer werden am «Grümpeli Appezöll» das letzte Mal die Spiele auf der Sportanlage Ziel ausgetragen. Nach 59 Mal, davon meistens auf eben dieser Sportanlage, spielt man nächstes Jahr auf einem neuen Sportplatz.

Der Vorteil der jetzigen Anlage ist klar: Er liegt direkt neben der Sitter. «Dort kann man ein kühles Bad nehmen», sagt Sepp Moser, OK-Präsident des Grümpeli Appezöll. Die Veranstalter wollen ausserdem darauf achten, dass genug getrunken wird.

Der Abschied vom Platz ist eine emotionale Sache: «Beim einen oder anderen wird sicher auch ein Tränchen fliessen», glaubt Moser. Mit rund 190 Teams, teils angereist aus der Innerschweiz oder aus dem Berner Oberland, ist das Grümpeli auch dieses Jahr ausgebucht. «Wir freuen uns, dass so viele Mannschaften mitmachen», sagt Moser.

Dusche und Sonnenschirme sollen Hitzeschlag verhindern

Rund 300 Höhenmeter tiefer, auf knapp 500 Meter über Meer, findet von Freitag bis Sonntag das «Grümpi Mels» statt. Markus Kalberer, OK-Präsident, zu den geplanten Massnahmen: «Wir haben Duschnebel, eine separate Dusche und genügend Sonnenschirme bereitgestellt». Letztes Jahr, im Hitzesommer 2018, gab es mehrere Hitzeschläge. Daraus hat man gelernt und zusätzliche Massnahmen ergriffen. Deshalb hofft das OK, dass es nicht zu mehr Hitzeschlägen kommen sollte.

Wie auch in Appenzell, ist auch in Mels etwas speziell: Läuft alles gut, hat der FC ab nächstem Jahr einen Kunstrasenplatz. Hinter diesem steht nicht nur der ganze Verein, auch das ganze Dorf hat das Projekt einstimmig angenommen.

(ham)


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