«Hätte ihm das nie zugetraut»

Zu fehlbaren Handlungen in der Kinderkrippe soll es nicht gekommen sein.
Zu fehlbaren Handlungen in der Kinderkrippe soll es nicht gekommen sein. © Keystone/DPA/Fredrik von Erichsen
Wegen des Verdachts, Kinderpornos im Netz verbreitet zu haben, wurde im Juli ein Angestellter einer St.Galler Kindertagesstätte verhaftet. Eine betroffene Mutter ist schockiert.

Der Beschuldigte arbeitete zum Zeitpunkt seiner Verhaftung in einer Kindertagesstätte im Osten der Stadt St.Gallen, wie Roman Dobler, Mediensprecher der St.Galler Staatsanwaltschaft, bestätigt. Das Unternehmen führt weitere neun Krippen in St.Gallen und Umgebung.

«Wem sieht man das schon an?»

«Ich hätte ihm das nie zugetraut», meldet sich eine FM1-Hörerin zu Wort. Ihre Kinder werden ebenfalls in einer Krippe der betroffenen Kette betreut; aushilfsweise auch vom Beschuldigten. «Ich fand, dass er seine Arbeit mit Freude und guter Sozialkompetenz durchführte. Aber wem sieht man schon an, in welcher Gedankenwelt er lebt», sagt die Hörerin weiter.

Wohl kein fehlbares Verhalten am Arbeitsplatz

Der 32-jährige Kita-Mitarbeiter hat eine fristlose Kündigung erhalten und befindet sich aktuell in Untersuchungshaft – die Staatsanwaltschaft St.Gallen hat ein Verfahren gegen ihn eröffnet und wertet Daten auf seinen Computern aus. Der Mann wird verdächtigt, privat kinderpornografisches Material verbreitet zu haben. Zurzeit gibt es keine Anhaltspunkte, die auf ein fehlbares Verhalten am Arbeitsplatz hinweisen.

Der Verwaltungsrat der Kita veröffentlichte am Mittwochabend eine Stellungnahme.

(lag)


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