«Es tut weh» – St.Galler verlieren gegen Thun

Der FC St.Gallen überzeugt nicht im Spiel gegen Thun.
Der FC St.Gallen überzeugt nicht im Spiel gegen Thun. © (KEYSTONE/Eddy Risch)
Zwei Eigentore, verschlafene St.Galler und wache Thuner – das war keine Glanzleistung vom FC St.Gallen. Die Mannschaft von Peter Zeidler verpasst einige Chancen gegen den FC Thun und verliert zuhause mit 1:3

«Es tut weh», sagt Simone Rapp nach dem Spiel. «Es hat nichts funktioniert, wir waren nicht so parat vor dem Tor. Die Thuner haben ihre Chancen versenkt und wir nicht.» Das einzige Tor der St.Galler kam definitiv zu spät. In der 91. Minute schoss Bakayoko einen Ehrentreffer, das Spiel war jedoch schon lange entschieden.

Anfangs starten die St.Galler mit viel Dampf ins Spiel. Bereits nach einer Viertelstunde verpasst der FCSG seine erste Chance. Nach einer schönen Kombination rennt Sierro alleine auf das Tor zu, der Thuner Torhüter Faivre kontert jedoch souverän und lässt den Ball nicht rein. Nur kurz darauf folgt der Schockmoment: Dejan Sorgić erzielt das 1:0 für die Berner Oberländer.

Es folgen weitere verpasste Chancen für den FCSG, welcher sich immer mehr in die Defensive drängen lässt. Trainer Peter Zeidler versucht seine Spieler mit wilden Gesten auf Kurs zu bringen – da pfeift der Schiri schon zur Halbzeit.

Lüchinger schiesst Eigentor

In 51. Minute verpasst Sierro seine zweite Chance, sein Torschuss wird von Sutter gefährlich abgelenkt und landet schlussendlich auf dem Tor der Thuner. Während die St.Galler Fans ihre Mannschaft mit Fangesängen anzuspornen versuchen, schiessen die Thuner das zweite Tor – oder eigentlich die St.Galler. Nach einem Kopball Stillharts kann Stojanovic zwar noch abwehren, Lüchingers Befreiungsversuch landet via seinen Torhüter aber im eigenen Netz.

Schiri verweigert verdienten Penalty

Peter Zeidler versucht die Strategie zu ändern und wechselt gleich dreimal in derselben Minute. Für Victor Ruiz kommt Yannis Tafer, für Dereck Kutesa wird Axel Bakayoko eingewechselt und für Musah Nuhu kommt Jérémy Guillemenot ins Spiel. Leider bringt auch eine eindrückliche Aktion von Bakayoko nichts – in der 70. Minute schiessen die Thuner das dritte Tor. Dejan Sorgić schiesst damit bereits das zweite Tor an diesem Abend.

Kurz darauf sorgt der Schiri für laute Pfiffe – ein Foul von Sutter an Guillemenot hätte ganz klar einen Penalty für den FCSG geben sollen. Der Schiri entscheidet sich aber dagegen. Nun scheint jegliche Chance auf einen Sieg wirklich hoffnungslos. Immerhin bekommen die Thuner das Eigentor kurz vor Abpfiff zurückbezahlt. Der Schuss von Bakayoko wird von Stefan Glarner abgelenkt und rollt ins Tor der Thuner. Somit verliert der FC St.Gallen mit 1:3 im Kybunpark. Es ist die erste Niederlage in der bisher erfolgreichen Rückrunde.

St. Gallen – Thun 1:3 (0:1)

11’016 Zuschauer. – SR Fähndrich. – Tore: 16. Sorgic (Glarner) 0:1. 59. Stojanovic (Eigentor) 0:2. 71. Sorgic (Tosetti) 0:3. 94. Bakayoko (Ashimeru) 1:3.

St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Quintilla, Wittwer; Nuhu (64. Bakayoko); Sierro, Ashimeru; Kutesa (64. Guillemenot), Rapp, Ruiz (64. Tafer).

Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Joss (82. Kablan); Gelmi, Bigler; Tosetti (89. Hunziker), Stillhart, Spielmann; Sorgic (77. Salanovic).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Barnetta, Itten, Stergiou und Wiss (alle verletzt), Kchouk, Vilotic und Ben Khalifa (alle nicht im Aufgebot). Thun ohne Hediger (gesperrt und verletzt), Costanzo, Ferreira, Karlen und Righetti (alle verletzt). Super-League-Debüt von Ruiz und Guillemenot. 41. Kopfball von Stillhart ans Lattenkreuz. Verwarnungen: 29. Ashimeru (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 32. Spielmann (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 68. Bakayoko, 84. Tosetti (beide Foul)., 92. Quintilla (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 20/53 (60:21). 2. Thun 21/35 (43:30). 3. Basel 20/34 (39:34). 4. Zürich 20/28 (30:29). 5. St. Gallen 21/27 (32:39). 6. Sion 20/25 (33:33). 7. Luzern 21/25 (31:41). 8. Lugano 21/23 (32:37). 9. Grasshoppers 20/17 (22:41). 10. Neuchâtel Xamax FCS 20/16 (28:45).

(sar./SDA)


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