«Ich bin gegen das Ausländerstimmrecht»

Bühler wagt einen zweiten Anlauf und möchte das Ausländerstimmrecht einführen.
Bühler wagt einen zweiten Anlauf und möchte das Ausländerstimmrecht einführen. © TVO
Die Ausserrhoder Gemeinde Bühler stimmt ein zweites Mal über die Einführung des Ausländerstimmrechts ab. Der Gemeinderat erhofft sich so eine bessere Integration und möchte den Personalmangel beheben.

Jeder Vierte Einwohner in Bühler ist Ausländer und die Gemeinde möchte, dass auch diese in Zukunft politisch mitreden können. Deshalb hat der Gemeinderat zu einem Info-Abend eingeladen, um so die kritischen Bürger davon überzeugen, wieso es in ihrer Gemeinde ein Ausländerstimmrecht braucht.

Ausländische Wohnbevölkerung soll integriert werden

«Der Gemeinderat schaut das auch zum Teil als Integration der ausländischen Wohnbevölkerung an und hat darum das Gefühl, es wäre ein erster Schritt und hofft natürlich, dass die ausländischen Einwohner sich am Dorfgeschehen beteiligen», sagt Inge Schmid, Gemeindepräsidentin Bühler gegenüber TVO.

In den drei Ausserrhoder Gemeinden Wald, Speicher und Trogen ist dürfen die Ausländer abstimmen und wählen – einzige Voraussetzung: Sie müssen mindestens 10 Jahre in der Schweiz und davon fünf im Kanton leben.

Zweiter Anlauf

Bühler hat vor acht Jahren schon einmal einen Anlauf genommen, damals lehnten die Stimmbürger ab. Auch Alfred Meier aus Bühler ist kritisch: «Ich bin der Meinung, dass zuerst die Einbürgerung kommt, dann hat man Pflichten und dann kommen die Rechte – also ich bin gegen das Ausländerstimmrecht.»

Am 25.November stimmt Bühler ab, ob in Zukunft auch die Ausländer an die Urne dürfen.


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