Ideenlose St.Galler verlieren gegen Lugano

Simone Rapp im Kampf gegen den Luganesi Fabio Daprela im Super League-Spiel gegen Lugano am Samstag.
Simone Rapp im Kampf gegen den Luganesi Fabio Daprela im Super League-Spiel gegen Lugano am Samstag. © KEYSTONE/Eddy Risch
Grün-Weiss kommt im neuen Jahr nicht voran. Ein blutleerer Auftritt mit ideenlosen St.Gallern in der Hauptrolle besiegelt die 0:2 Niederlage gegen Lugano. Hier sind unsere Spielernoten:

Reto Latzer/FM1Today

Tor:

Dejan Stojanovic: 3.0
Wirkte in seinen Aktionen nicht sattelfest. Besonders beim Herauslaufen verschätzt sich der Schlussmann zu oft – in Lugano wurde dies aufgrund des gegnerischen Unvermögens nicht bestraft.

Verteidigung:

Nicolas Lüchinger: 3.5
Viele seiner Zuspiele fanden nicht zu seinen Mitspielern. Schaltet sich zwar konsequent in die Offensive ein, agiert in der Rückwärtsbewegung jedoch zu überhastet.

Silvan Hefti: 3.5
Zog einen schwarzen Abend ein. Der Captain verlor viele Laufduelle und konnte die Viererkette nur ungenügend zusammenhalten.

Leonidas Stergiou: 4.0
Spielte bis zu seiner Auswechslung passabel. Wurde jedoch einige Male von seinen Gegenspielern düpiert. Im Spiel nach vorne mit klugen Pässen.

Andreas Wittwer: 4.0
Versuchte, die Angriffsbemühungen über seine Seite zu verstärken. Harmonierte gut im Zusammenspiel mit Ashimeru. In der Defensive solide.

Mittelfeld:

Majeed Ashimeru: 3.5
Fand keinen Zugriff auf die Partie. Stand am Ursprung von vielen Ballverlusten und konnte gegen seine robusten Gegenspieler nicht bestehen. Spielte 45 Minuten lang mit einer schweren Schnittwunde und wird deswegen wohl auch nicht für Ghana auflaufen können. Wir wünschen gute Besserung.

Jordi Quintillà: 4.0
Lieferte im Vergleich zu seinen Mitspielern eine gute Leistung ab und bügelte viele Fehler seiner Vorderleute aus. Konnte sich wenig ins Angriffsspiel integrieren.

Vincent Sierro: 2.5
Wir sahen eine blutleere Vorstellung von ihm. Von einem Spieler von seinem Format muss einfach mehr kommen. Mit einer solchen Leistung empfiehlt man sich nicht für weitere Aufgaben.

Derek Kutesa: 3.0
Kam nie auf Betriebstemperatur. Wurde von den Tessinern eng gedeckt und konnte sein schnelles Spiel nicht entfalten. Kann gegen körperlich stärkere Gegenspieler nur schwer bestehen.

Tranquillo Barnetta: 4.5
Brachte nach seiner Einwechslung neuen Schwung in die Offensive. Seine Einwechslung hätte jedoch bereits zur Pause erfolgen sollen, dann hätte diese Partie möglicherweise eine andere Wendung genommen.

Sturm:

Jérémy Guillemenot: 3.0
Konnte sich selten aus der eisernen Umklammerung seiner Gegenspieler lösen. Wurde mit wenig brauchbaren Bällen versorgt. Wirkte im Abschluss zu überhastet.

Axel Bakayoko: 3.0
Ging erstaunlich emotionslos zu Werke. Konnte seine Schnelligkeit nicht ausspielen und verschuldete viele Ballverluste.

Simone Rapp: 3.0
Konnte die Offensive nach seiner Einwechslung nicht verstärken. Verlor viele Zweikämpfe und fand keine Bindung zur Partie, was auch an der vielbeinigen Lugano-Abwehr lag.

Angelo Campos: –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

FM-1 Teamdurchschnitt: 3.6

Fazit:

Es war ein Abend zum Vergessen für den FC St.Gallen. Bis nach der Halbzeitpause blieben die Espen dem Publikum einiges schuldig. Zu durchschaubar war das Aufbauspiel von Grün-Weiss. Fehlpass reihte sich an Fehlpass und im Abschluss war das Heimteam zu harmlos. Eine solche Darbietung muss dem Trainer zu denken geben, schliesslich haben die Gallusstädter Ambitionen, in der nächsten Saison international zu spielen. Dieses Ziel dürfte nach dem Auftritt im Tessin aber in weite Ferne gerückt sein. Nun gilt es, die Länderspielpause sinnvoll zu nutzen, um weitere Spiele dieser Art zu vermeiden.


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