In Schneeloch: Zwei Wanderer vermisst

Mit mehreren Rettungsteams wurde nach den Vermissten gesucht.
Mit mehreren Rettungsteams wurde nach den Vermissten gesucht. © LPV
Wanderunglück in Vorarlberg: Zwei Wanderer sind am Dienstag auf einer Bergtour um den Widderstein in ein Schneeloch gefallen. Ihr Begleiter hatte kein Handy dabei und rannte ins Tal, um Hilfe zu holen. Die Suche dauert an.

Es ist Wanderwetter. In den hohen Lagen liegt jedoch noch Schnee, teilweise so viel, dass die Wanderrouten gefährlich sind. Drei deutsche Wanderer kamen am Dienstag gegen 15 Uhr in der Nähe der «Neuen Hochalphütte» in ein grosses Schneefeld und suchten den Verlauf des Wanderwegs.

Helfer rannte ins Tal

Dabei rutschte eine Frau aus und stürzte mehrere Meter ab in ein Schneeloch. Ihrem Helfer passierte dasselbe. Der unter Schock stehende dritte Wanderer hatte kein Handy bei sich, weswegen er ins Tal rannte, um Alarm zu schlagen.

50 Bergretter, die Alpinpolizei, ein Notarzt- und ein Polizeihelikopter sowie drei Canyoning-Taucher mit einer Kanalkamera suchen seither nach den Wanderern. Ebenfalls eingesetzt werden eine Hundestaffel und eine Dampfsonde, mit der in Minutenschnelle Löcher in den Schnee geschmolzen werden können.

Steiles Gelände macht Einsatz schwierig

«Bislang konnten die zwei Personen nicht gefunden werden. Ebenso ist die Ortung der Handys fehlgeschlagen. Am Dienstagabend wurde die Suche nach siebeneinhalb Stunden um 23 Uhr eingestellt und am Mittwochmorgen um 7 Uhr wieder aufgenommen», sagt Horst Spitzhofer, Mediensprecher der Landespolizeidirektion Vorarlberg, auf Anfrage von FM1Today.

Weil das Gelände steil ist und viel Schnee liegt, gestaltet sich der Einsatz sehr schwierig. Die Schneedecke im Bereich des Schneelochs ist an die sechs Meter dick. Darunter verläuft ein Gebirgsbach, der zurzeit eine Menge Wasser führt.

(pd/str)


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