«Ish happy» – unsere ersten Facebook-Posts

Heute können wir über die Posts aus der Jugendzeit schmunzeln.
Heute können wir über die Posts aus der Jugendzeit schmunzeln. © iStock/Screenshots Facebook
Es ist uns einerseits leicht peinlich und wir wollen damit nichts mehr zu tun haben, andererseits sind sie auch ein Überbleibsel unserer Jugend: die alten Posts auf Facebook. Da Facebook immer unbeliebter wird, möchten wir in Nostalgie schwelgen und unsere allerersten Facebook-Posts mit euch teilen.

Facebook ist eigentlich eine Art digitales Tagebuch. Mehr als das, früher wurde auf Facebook einfach alles festgehalten, was man gerade tat. «…het nüdeli kochet», ist einer der ersten Beiträge, den ich auf Facebook veröffentlicht habe. Darauf folgten Beiträge wie: «has a bad day», «goht hüt in säntispark» oder «ish happy <3». Manchmal waren es auch Banalitäten wie «schmunzlet über iri löcher ide shue».

Statt eines «sch» nur «sh» zu schreiben, war damals in. (Screenshot Facebook)

Statt eines «sch» nur «sh» zu schreiben, war damals cool. (Screenshot Facebook)

Mein allererster Beitrag am 14. Mai 2008 vor über zehn Jahren war aber ein schlichtes «huuuhuuu :)». Irgendwann begann ich, komische Quiz auszufüllen wie: «Welche Art Frau bist du?» oder «Welcher Nemo-Charakter wärst du?» und «Wen wirst du in zehn Jahren heiraten?» – dies alles teilte ich damals meist öffentlich mit allen. Auch Party-Fotos aus Lloret de Mar, dem Goldstrand oder dem Halli Galli lassen sich zwischen Bildern von Sprachaufenthalten und Geburtstagsgratulationen finden.

Heute ist das anders: Gemäss einer Studie wird Facebook immer seltener gebraucht. Deshalb wollen wir noch einmal in der Vergangenheit «guseln» und die ersten Posts unserer Redaktionsmitarbeiter zeigen:

Dumeni Casaulta, Redaktionsleiter

Was hat es wohl mit diesem Auge auf sich?

Was hat es wohl mit diesem Auge auf sich? (Bild: Screenshot Facebook)

Seine Erklärung: «Keine Ahnung, was mich da geritten hat. Ich war wohl müde. Sehr müde und bin eingeschlafen. Möglicherweise tagsüber an der FH. Ist mir da gelegentlich passiert. Studi-Leben und so. Gleichzeitig dachte mein jugendliches Ich wohl, es sei philosophisch enorm talentiert. Naja.»

Andreas Forster, Moderator

Da mochte einer das Rivella gelb wohl nicht so. (Bild: Screenshot Facebook)

Da mochte einer das Rivella Gelb wohl nicht so. (Bild: Screenshot Facebook)

Seine Erklärung: Ähmmm… Die reinen Text-Postings waren offenbar extrem angesagt anno 2008. Und es war einer der erbärmliche Versuche, irgendetwas Lustiges auf Facebook zu schreiben. Ich hatte wohl gerade eine Flasche Rivella gelb geöffnet und der komische Duft, der mir in die Nase stieg, veranlasste mich zu diesem «lustigen» und durchaus unnützen Posting.

Rosie Hörler, Moderatorin

Rosie hat die Zeit in Thailand ganz schön vermisst. (Bild: Screenshot Facebook)

Rosie hat die Zeit in Thailand ganz schön vermisst. (Bild: Screenshot Facebook)

Ihre Erklärung: «Ich habe 2008 eine dreimonatige Reise durch Thailand gemacht. Mit diesem Post wollte ich zeigen, wie fest ich die Zeit in Asien vermisse.»

Sandro Zulian, Redaktor

Jösses, klein-Sandro. Fand damals seinen Haarschnitt übrigens sehr cool.

Jösses, klein Sandro. Fand damals seinen Haarschnitt übrigens sehr cool. (Bild: Screenshot Facebook)

Seine Erklärung: Wurde kommentarlos zugestellt mit dem Verweis zu einem weiteren Post, in dem er schreibt: «Has a new haircut. Too sexy…»

Dario Cantieni, Moderator

Das war Dario Cantienis erster Facebook-Post. Er ist der im hellen Hemd. Bild: Screenshot Facebook)

Das war Dario Cantienis erster Facebook-Post. Er ist der im hellen Hemd. (Bild: Screenshot Facebook)

Seine Erklärung: «Ich war zusammen mit ein paar Kollegen im Sportpanorama. Ich bin der im hellen Hemd, neben dem im roten. Matthias Hüppi ist nach der Sendung zu uns gekommen und sagte, dass er auch schon in Gams auf dem Fussballplatz gewesen sei. Das war ein Highlight.»

Sarah Lippuner, Moderatorin

Herzchen waren schon damals ein muss. (Bild: Screenshot Facebook)

Herzchen waren schon damals ein Muss. (Bild: Screenshot Facebook)

Ihre Erklärung: «Mein 17-jähriges Ich kam gerade aus den Skiferien in Laax mit meiner damals besten Freundin Nora. In den Club sind wir noch nicht reingekommen, aber dafür haben wir im Hostelzimmer frech Alcopops getrunken und über unsere Mit-Hostel-Bewohner geschwärmt.»

Pamela Zimotti, Moderatorin

Da hatte jemand keine Lust, aufzustehen.

Da hatte jemand keine Lust, aufzustehen. (Bild: Screenshot Facebook)

Ihre Erklärung: «Ich war damals im zweiten Lehrjahr und hatte gerade einen Hänger. Musste die Abteilung wechseln und immer bereits um 6.50 Uhr im Geschäft sein. Da ich noch nie Frühaufsteherin war, musste ich das anscheinend allen mitteilen.»

Vanessa Kobelt, Redaktorin

Vanessa wollte nicht wieder in die Schule. (Bild: Screenshot Facebook)

Vanessa wollte nicht wieder in die Schule. (Bild: Screenshot Facebook)

Ihre Erklärung: «Keine Ahnung, wo ich da in den Ferien war. Offenbar hat es mich aber angeschissen, wieder in die Schule zu gehen.»

René Rödiger, Online-Produzent

René hat es auch noch auf Facebook geschafft. (Bild: Screenshot Facebook)

René hat es auch noch auf Facebook geschafft. (Bild: Screenshot Facebook)

Seine Erklärung: «Ich antwortete damit einem Freund, der mich gefragt hatte, ob ich auch Facebook habe.»

Nina Müller, Redaktorin

Die Nina hatte wohl nicht alle Fächer gleich gern (Bild: Screenshot Facebook)

Nina hatte wohl nicht alle Fächer gleich gern. (Bild: Screenshot Facebook)

Ihre Erklärung: «Mein erster Facebook-Post war eine Beschwerde, wie langweilig der Informatik-Unterricht ist. Wir hatten da gerade das ECDL-Diplom gemacht, das Grundlagen wie Excel, Dateibeschreibung, Betriebssystem, etc. beinhaltete. Gäääähn! Fun Fact: Fünf Jahre später habe ich mit dem Studium «Multimedia Production and Engineering» begonnen. Ich habe jetzt den technischen Ingenieur.»

So «deep» waren die Posts unserer Redaktoren nicht. Aber während heute vor allem Werbung die Timelines ziert, wusste man früher wenigstens, was die «Gspändli» gerade so treiben. Dafür gibt es jetzt Snapchat und Instagram, wo die Geschichten der Jugend in sich wiederholenden Boomerangs erzählt werden.

Meinen letzten Facebook-Post habe ich übrigens vor drei Tagen gemacht. Es ist ein Post über einen Artikel, den ich geschrieben habe. Grundsätzlich hat sich in den zehn Jahren meiner Facebook-Existenz also nicht viel verändert. Ich suche noch immer nach Aufmerksamkeit und nach Anerkennung in Form eines Daumens nach oben.

Was waren eure ersten Facebook-Posts? Schreibt sie in die Kommentare oder schickt uns einen Screenshot auf redaktion@fm1today.ch.

(abl)


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