Pius Schwizer gewinnt Jagd

Pius Schwizer und Balou Rubin sind so schnell unterwegs wie kein anderes Paar. (Archivaufnahme)
Pius Schwizer und Balou Rubin sind so schnell unterwegs wie kein anderes Paar. (Archivaufnahme) © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Das Grosse Jagdspringen am CSIO Schweiz bleibt in Schweizer Hand. Nach Werner Muff im Vorjahr ist nun Pius Schwizer der Schnellste. Martin Fuchs wird derweil zum dritten Mal Schweizer Cupsieger.

Der Wettfavorit Schwizer entschädigte sich im mit 65’000 Franken dotierten Zeitspringen mit dem schnellen und wendigen Balou Rubin für den missratenen Cupfinal und blieb über die 17 Hindernisse fehlerlos. Im Cup hatte sich der Oensinger Routinier verrechnet und passierte die Startlinie zu spät. Im 700 m langen Jagdparcours, der zahlreiche Alternativen beinhaltete, schnitten die einheimischen Reiter erneut wie im Grand Prix hervorragend ab. Alain Jufer (3. mit Cytise), Niklaus Rutschi (5. mit Baloubelle) und Edwin Smits (6. mit Lantaro) rundeten den erfolgreichen Schweizer Tag mit weiteren Spitzenplätzen ab.

Zum dritten Mal heisst der Cupsieger der Schweizer Springreiter Martin Fuchs. Der WM- und Weltcupfinal-Zweite aus Wängi triumphierte im Top-Ten-Final mit der zehnjährigen Stute Chica hauchdünn vor der Solothurnerin Barbara Schnieper mit Chaleandra. Vier Hundertstel trennten letztlich die beiden nach zwei unterschiedlichen Kursen. Die Amazone musste wie im Vorjahr, damals hinter Rekord-Cupsieger Pius Schwizer, mit dem undankbaren zweiten Platz vorlieb nehmen.

Guter Dritter mit ebenfalls fehlerfreien Passagen wurde Roland Grimm aus Niederbüren mit seinem hoffnungsvollen neunjährigen Captain. Erneut Pech wie im Grand Prix bekundete Bryan Balsiger. Der Schweizer Meister aus Corcelles war mit AK’s Courage dem ersten Cupsieg nahe, galoppierte durch die Zielschranke in Bestzeit, doch die hintere Stange am letzten Oxer fiel noch ins Gras. Rang 4 statt Platz 1 – viel Pech für den Neuenburger.

Für Pius Schwizer mit Chaquilot gab es keine erfolgreiche Titelverteidigung. Der Weg zum achten Cup-Triumph rückte für den 57-jährigen Routinier schon vor dem ersten Sprung des ersten Durchgangs in weite Ferne. Schwizer «verschlief» den Start und passierte die Startschranke mit einer Verspätung von zehn Sekunden. Das brachte ihm nebst einem Springfehler zusätzlich eine Zeitstrafe von 1,75 Punkten ein.

Martin Fuchs ist mit seinem dritten Erfolg auf der Fährte seines Onkels Markus Fuchs, der fünfmal Cupholder war. 2013 siegte der Sohn von Thomas und Renata Fuchs in Ascona mit Karin, 2016 in Humlikon mit Coriano Carthago.

Trotz des erneut zweiten Ranges freute sich Barbara Schnieper: «Ich vergab einen möglichen Erfolg auf dem Weg vom ersten zum zweiten Hindernis, als ich einen Galoppsprung zu viel machte. Dass es zu knapp würde, hätte ich nicht gedacht.» Den Sturz im vierten Stechen am Freitag in den Six Barres hat die Amazone jedenfalls gut wegstecken können. «Ausser ein paar blauen Flecken habe ich nichts abgekriegt. Es hätte schlimmer werden können.»

(SDA)


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