Monster-Bluescht bringt Monster-Schnupfen

Von Fabienne Engbers
Die Birke sorgt bei Allergikern für tränende Augen und tropfende Nasen. (Symbolbild)
Die Birke sorgt bei Allergikern für tränende Augen und tropfende Nasen. (Symbolbild) © istock
Das Thurgauer Bluescht-Telefon schwärmt von einer Jahrhundertblüte. Gut für die Obsternte, schlecht für alle Allergiker. Heuschnupfen-Geplagte dürften in den nächsten Tagen besonders leiden.

Weil es letztes Jahr im April schneite und es nach einem sehr warmen März nochmals kalt wurde, starben viele Obstblüten ab, die Obsternte fiel katastrophal aus. Dieses Jahr wird es genau andersrum sein. Weil aus den Blüten keine Früchte wurden, blühen die Obstbäume dieses Jahr umso stärker. Bleibt die Temperatur der Jahreszeit entsprechend, dürfte es eine sehr gute Ernte geben.

Allergiker leiden dieses Jahr besonders

Mit dem vielen Blust steigt aber auch die Zahl der Pollen, die sich in der Luft tummeln. «Die Belastung ist dieses Jahr höher als in anderen Jahren», sagt Roger Perret von MeteoNews. Obstbäume sind dabei weniger das Problem, es gibt aber andere Bäume, die ihre Pollen jetzt abgeben. Die Pollenbelastung durch Birke und Esche ist momentan sehr hoch. «Darauf reagieren viele allergisch», sagt Perret.

Kein Regen mehr in Sicht

Die kommenden Tage werden für Allergiker besonders schlimm. «Die Temperatur ist immer relativ hoch, Niederschlag gibt es nach Montag vermutlich keinen mehr diese Woche. Dadurch können die Pollen ungebremst fliegen», sagt Perret. Die Belastung durch Birken- und Eschenpollen steigt dadurch laufend an. Trockene, sonnige Phasen wie jetzt machen den Heuschnupfen-Geplagten zu schaffen. «Wenn es einmal nur kurz regnet, sinkt die Pollenbelastung kaum. Damit Allergiker wieder aufatmen können, muss es länger regnen», sagt Perret.

Bald blühen auch die Gräser

Während die Blüte der Bäume dann langsam zu Ende geht, beginnen die Gräser zu blühen. Auch darunter leiden viele. «Die Gräser blühen von Mai bis in den Juli. Nur wenn die Bauern gerade die Wiesen mähen, wird die Belastung durch Pollen für kurze Zeit geringer.» Auch hier schafft nur eines Abhilfe: starker Regen. «Ein heftiges Gewitter oder längerer Regen kann die Pollen aus der Luft ‘schwemmen’.»

Geplagte müssen in die Berge

Nebst der Einnahme von Medikamenten gibt es einige nützliche Tipps vom Grosi gegen Heuschnupfen. So könnt ihr euch gegen die Pollen wappnen. Ausserdem rät der Meteorologe zu Höhenfluft. «In den Bergen ist die Belastung durch Birken- und Eschenpollen noch nicht ganz so schlimm wie im Flachland.» Wer unter Heuschnupfen leidet, findet dort ein wenig Erholung. «Aber bald schon werden die Pollen auch in den Bergen fliegen», so Perret.


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 500 Zeichen