Jubel für «Die Weiden»

Die Staatsoper in Wien hat seit geraumer Zeit wieder ein Stück uraufgeführt. (Archivbild)
Die Staatsoper in Wien hat seit geraumer Zeit wieder ein Stück uraufgeführt. (Archivbild) © KEYSTONE/PPR/OESTERREICH WERBUNG/PETER BURGSTALLER
Mit der politisch brisanten Oper «Die Weiden» hat die Wiener Staatsoper am Samstagabend erstmals seit acht Jahren wieder eine abendfüllende Uraufführung präsentiert. Komponiert hatte das Auftragswerk der Österreicher Johannes Maria Staud.

Der vielfach preisgekrönte deutsche Schriftsteller Durs Grünbein schrieb das Libretto dazu. Zuletzt hatte das Wiener Haus, eine der prestigeträchtigsten Opernspielstätten der Welt, im Jahre 2010 eine international beachtete Opern-Uraufführung auf die Bühne gebracht: Aribert Reimanns «Medea».

Die vom Premierenpublikum fast einhellig gefeierte 140-minütige Oper schildert vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise 2015 die Kanufahrt eines verliebten Paares auf einem an die Donau erinnernden «grossen Fluss», die zu einem surrealistischen Horrortrip im Reich der «Karpfenmenschen» wird, eine Metapher für den allgemeinen politischen Rechtsruck. Gefeiert wurden nicht nur der Komponist und sein Textdichter, sondern auch Dirigent Ingo Metzmacher und Regisseurin Andrea Moses sowie das überwiegend mit Hauskräften besetzte Sängerteam.

(SDA)


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