Jugendliche überfallen falsches Zeltlager

Im Zeltlager, das eigentlich überfallen werden sollten, waren rund 200 Kinder und Jugendliche untergebracht. (Symbolbild)
Im Zeltlager, das eigentlich überfallen werden sollten, waren rund 200 Kinder und Jugendliche untergebracht. (Symbolbild) © KEYSTONE/Peter Klaunzer
Da haben sie sich in der Adresse geirrt: Statt eines Zeltlagers mit rund 200 Kindern und Jugendlichen überfiel eine Gruppe einheimischer Jugendliche ein Familien-Zelt- und Campinglager. Die überraschten und eingeschüchterten Feriengäste meldeten sich bei der Polizei, welche mit etlichen Streifen ausrückte.

Ein vermeintlicher Überfall schreckte eine Urlaubstruppe auf, die bei Konstanz campierte. Eine 53-jährige Frau alarmierte in der Nacht auf Donnerstag die Polizei, weil sie rund 20 Jugendliche mit Baseballschlägern und Flaschen sah, als diese in einen angrenzenden Wald verschwanden. Zuvor hatten die Jugendlichen geschrien und Lärm gemacht.

Familie statt Jugendlager erwischt

Aufgrund der Meldung der Frau rückten alle Streifen in der näheren Umgebung zum Ort des Geschehens aus. Dort stellte sich heraus, dass die einheimischen Jugendlichen sich in der Adresse geirrt hatten und statt – wie abgesprochen – ein Zeltlager mit Kindern und Jugendlichen, das Ferienlager von Fremden überfallen hatten. Als die Jugendlichen ihren Fehler bemerkten, hätten sie sich sofort entfernt, schreibt die Polizei Konstanz.

Jugendliche wurden falsch informiert

Es ist eine Art Tradition, dass man Kinder- und Jugendlager überfällt und die schlafenden Kinder kurz vor Mitternacht weckt, um sie zu erschrecken. Die rund 200 Kinder und Jugendlichen im Konstanzer Lager hätten von den einheimischen Jugendlichen geweckt werden sollen. Nicht am Vorfall beteiligt waren die Organisatoren des Zeltlagers, auch wenn diese den Überfall mit den Einheimischen vermutlich im Vorfeld abgesprochen hatten. Offenbar waren die einheimischen Jugendlichen nicht gut genug über den Standort informiert worden, sodass sie sich an das falsche Zeltlager heranschlichen und dort Krawall verursachten.

Die eigentlich unbeteiligten Camper, die die Polizei riefen, waren gemäss der Polizei Konstanz durch den vermeintlichen Überfall verängstigt und befürchteten Ausschreitungen. Allerdings haben die Jugendlichen nichts beschädigt, es kam zu keiner Konfrontation.

(Polizei Konstanz/red.)


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