Jungtierli im Peter und Paul

Im Wildpark Peter und Paul kann man zurzeit wieder viele süsse Jungtiere besuchen.
Im Wildpark Peter und Paul kann man zurzeit wieder viele süsse Jungtiere besuchen. © FM1Today/NinaMüller
Im Wildpark Peter und Paul haben auch dieses Jahr viele süsse Jungtiere das Licht der Welt erblickt. Gemeinsam mit Parkhüter Arnold Hugentobler machten wir uns auf die Suche nach den Babytierchen.

Zwei kleine Steinböcke schauen misstrauisch in unsere Richtung, als wir das Gehege betreten. Insgesamt sind sechs Steinböcke auf die Welt gekommen. «Vier sind in diesem Gehege und zwei mussten wir zu den Männlein umsiedeln. Die Mama ist zu aggressiv und greift die anderen Steigeissen an», sagt Anton Hugentobler.

Diese Steinbockgeiss lässt niemand an ihre Junge ran.

Diese Steinbockgeiss lässt niemanden an ihre Junge ran. (Bild: FM1Today/Nina Müller)

Nicht nur als Jungtier mit Flecken ausgestattet

Weitaus neugieriger sind die japanischen Sikahirsche. Kaum haben wir ihr Gelände betreten, folgen sie uns auf Schritt und Tritt. Streicheln kann man sie trotzdem nicht. Trotz ihrer Neugier sind die Tiere scheu, wenn es um Körperkontakt geht. «Nur die Hirschkuh konnte ich schon ab und zu mal anfassen», sagt Hugentobler. Das Sommerkleid des Sikahirsches ist in der Regel rotbraun und mit weissen Flecken übersäht. «Die Punkte bleiben ein Leben lang, nicht so wie bei einem Rehkitz », sagt der Wildparkhüter.

Die Sikahirsche behalten die weissen Punkte auch als ausgewachsene Tiere.

Die Sikahirsche behalten die weissen Punkte auch als ausgewachsene Tiere. (Bild: FM1Today/Nina Müller)

Jungtiere sollte mann nicht anfassen

Beim Damhirschgehege ging die grosse Suche los. Für gewöhnlich setzen die Mütter das Rehkitz gut geschützt in einem Gebüsch oder Ähnliches ab und sind den ganzen Tag unterwegs. Erst am Abend kommen sie zurück, um das Tierchen zu füttern. «Findet man beispielsweise bei einem Spaziergang am Waldrand ein Rehkitz, ist es sehr wichtig, das Jungtier nicht anzufassen. Die Kleinen sind praktisch geruchsneutral und falls sie in Kontakt mit einem Menschen kommen, werden sie von der Mutter nicht mehr angenommen», sagt Anton Hugentobler. Im Wildpark Peter und Paul verstecken die Mütter ihre Kitz bevorzugt in den grossen Brennesselbüschen:

Klein Bambi ruht sich gerne versteckt in Büschen aus.

Klein Bambi ruht sich gerne versteckt aus. (Bild: FM1Today/NinaMüller)

Auch die Rothirsche sind gegenüber dem Menschen sehr scheu. Vorsichtig öffnet Arnold Hugentobler das Tor um die Tier möglichst wenig aufzuschrecken. Wir sind jedoch kaum im Gehege drin, da springen sie schon davon. Die Rothirsche können wir leider nur aus der Ferne fotografieren. Sie sind sehr sensibel und schreckhaft, sagt Arnold. Insgesamt sind vier junge Rothirsche geboren.

Möglichst viel Ruhe für die Tiere

Die Wildhüter im Peter und Paul lassen die Tiere möglichst in Ruhe. Nur wenn es unbedingt nötig ist, betreten sie die Gehege der Tiere. Deshalb ist auch nicht immer ganz klar, wie viele Jungtiere nun wirklich auf die Welt gekommen sind: «Wir wissen manchmal nicht mal genau, wie viele Jungtiere es in den Gehegen hat, geschweige denn die exakte Uhrzeit ihrer Geburt», sagt Hugentobler. Was den Tieren zu Gute kommt: den Wildparkbewohnern ist ihre Ruhe ja schliesslich wichtiger, als ein genaues Geburtstagsdatum.

(nm)


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