Käserei deckt Missstand an Schiessstand auf

Momentan herrscht auf dem Schiessstand in der Gemeinde Jonschwil Waffenruhe. (Symbolbild)
Momentan herrscht auf dem Schiessstand in der Gemeinde Jonschwil Waffenruhe. (Symbolbild) © iStock
Dank des Bauvorhabens einer neuen Käserei stellt die Gemeinde Jonschwil ein Sicherheitsproblem beim Schützenhaus fest. Jetzt muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen und der Schiessbetrieb ruht.

In der Gemeinde Jonschwil sorgt der Bau einer Käserei in der Nähe des Schützenstandes für Verwirrung: Gerüchten zufolge mussten die beiden Schützenvereine Jonschwil und Schwarzenbach den Schiessbetrieb einstellen, weil eine Käserei in der Gefahrenzone des Schützenhauses gebaut wird. Doch diese Behauptung ist so nicht ganz richtig.

Es stimmt zwar, dass der Schützenverein den Betrieb einstellen musste, doch daran ist nicht der Neubau der Käserei schuld. Denn nur dank der Käserei hat man erkannt, dass beim Schützenstand ein Sicherheitsproblem besteht.

Neue Gewehre sind schuld

Stefan Frei, Gemeindepräsident von Jonschwil-Schwarzenbach, erklärt gegenüber den Wiler Nachrichten, dass die neuen Sturmgewehrmodelle für das Problem verantwortlich seien. Weil die Zweibeinstützen nicht mehr gleich lang sind, könnten Schüsse über den Erdwall fliegen. «Als man dies feststellte, musste der Schiessbetrieb sofort gestoppt werden», sagt Frei.

Gemeinde will Schiessanlage finanzieren

Jetzt habe die Gemeinde einen Betrag von 100’000 Franken für die Schiessanlage ins Budget 2019 genommen – 50’000 für sechs neue Kugelfangkästen und 50’000 für eine Hochblende. Wenn der Kredit an der Bürgerversammlung angenommen wird, könne der Schiessbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Schützenvereine beteiligen sich mit 20’000 Franken.

(sk)


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