Marguet/Froidevaux krönen Schweizer Tag in Minsk

Elena Quirici muss sich in Minsk mit Bronze begnügen
Elena Quirici muss sich in Minsk mit Bronze begnügen © KEYSTONE/EPA/ZURAB KURTSIKIDZE
Die Schweiz trumpft am vorletzten Wettkampftag der Europa-Spiele in Minsk auf. Dreimal Bronze und einmal Gold, so die hervorragende Bilanz der Swiss Olympic Athleten am Samstag.Das Beste kam aus Schweizer Sicht ganz am Schluss.

Am Samstagabend krönten die beiden Romands Tristan Marguet und Robin Froidevaux einen ohnehin schon erfolgreichen Schweizer Tag an den Europa-Spielen in Minsk – mit Gold im Madison. Elf Jahre liegen zwischen Routinier Marguet (31) und Youngster Froidevaux (20), diesem Mix aus Erfahrung und Unbekümmertheit hatte die Konkurrenz nichts entgegenzusetzen. Marguet/Froidevaux siegten mit 43 Punkten vor der Niederlande (41) und Österreich (37).

Bereits vor Marguet und Froidevaux war die Schweiz am Samstag dreimal mit Medaillenhoffnungen angetreten, und dreimal hatten die Athleten von Swiss Olympic eingelöst. Aussergewöhnliches hatte Teamkollege Claudio Imhof auf der Bahn nur Stunden vor Marguet/Froidevaux schon geleistet. Der Thurgauer reiste nach absolvierter Tour de Suisse erst am Donnerstag nach Weissrussland und gewann da auf der Bahn sowohl mit dem Team als auch solo Bronze in der Verfolgung. Damit ging der 28-Jährige mit einer Medaille aus beiden Wettkämpfen, in denen er an den Europa-Spielen angetreten war. Die Europa-Spiele waren Imhofs erster Bahn-Einsatz seit vier Monaten.

Am grössten waren die Erwartungen am zweitletzten Wettkampftag bei Karateka Elena Quirici, die als Nummer 1 der Welt in der Kategorie bis 68 kg am Start stand. Nach souveräner Gruppenphase musste die 25-Jährige im Halbfinal gegen die Italienerin Silvia Semeraro, die später Gold gewann, die einzige Niederlage hinnehmen. Das Aus im Halbfinal war gleichbedeutend mit dem Gewinn der Bronze-Medaille.

Ein bitteres Déjà-vu verhinderte das Beachsoccer-Nationalteam. Vor vier Jahren in Baku mit dem Ziel einer Medaille angetreten und dann im kleinen Final unterlegen, drohte ein ähnliches Szenario auch heuer. In Minsk allerdings gelang dem Team von Angelo Schirinzi die Wende zum Guten. Im Spiel um Rang 3 lag die Schweiz gegen die Ukraine vier Mal im Hintertreffen, und kam jedes Mal wieder zurück. Am Schluss sorgte der zweite Treffer von Dejan Stankovic rund eine Minute vor Schluss für den entscheidenden Treffer – und die erstmalige Führung – zum 5:4 für die Schweiz.

(SDA)


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