Keine schwere Missstände in Wigoltingen

Das Oberstufenschulhaus in Wigoltingen hat inzwischen eine ungewollte Berühmtheit erhalten.
Das Oberstufenschulhaus in Wigoltingen hat inzwischen eine ungewollte Berühmtheit erhalten. © Thurgauer Zeitung
Im Schulstreit von Wigoltingen konnte das Thurgauer Erziehungs- und Kulturdepartement keine schwerwiegenden Missstände feststellen. Nach der Untersuchung gibt es aber einige Empfehlungen an die Schule.

Seit Anfang Mai wird Kapitel um Kapitel im Schulstreit von Wigoltingen geschrieben. Jetzt kommt ein weiteres, womöglich das letzte, dazu. Der Kanton Thurgau hat aufgrund einer Eingabe aus Elternkreisen und weiteren Hinweisen den Fall untersucht. Das Departement für Erziehung und Kultur kommt im aufsichtsrechtlichen Verfahren zum Schluss, dass im Fall Wigoltingen keine schwerwiegenden Missstände vorliegen.

Untersucht wurden die Themenbereiche «Neues Sekundarschulmodell», «Arbeitsverhältnis Lehrpersonen», «Information und Kommunikation» sowie der «Bereich der kantonalen Aufsicht», heisst es in einer Mitteilung des Kantons Thurgau. Aus dem Verfahren geht aber hervor, dass es Mängel gab. Deshalb fasst das Departement in einer über 30-seitigen Antwort Empfehlungen an die Schulbehörden zusammen. So sollte zum Beispiel zur Einführung des Modells ein realistischer Zeitplan oder auch ein Informations- und Kommunikationskonzept erstellt werden. Der Kanton hofft, mit diesen Empfehlungen die VSG Wigoltingen wieder in ruhigere Gewässer zu führen.

Das auf das Schuljahr 2019/2020 eingeführte Schulmodell entspricht laut Kanton den entsprechenden Vorgaben.

Anfang Mai wurde bekannt, dass sieben von zwölf Seklehrern in Wigoltingen gekündigt haben. Hauptgründe dafür waren der Schulleiter und die Einführung eines neuen Schulmodells. Bald wurden Rücktrittsforderungen gegen die Schulleitung und die Schulpräsidentin laut. Nathalie Wasserfallen, die Schulpräsidentin, stellte sich hinter den Schulleiter Mirko Spada und hielt am Modell fest.

(red.)


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