«Eine Ehre für mich und den Kanton St.Gallen»

Karin Keller-Sutter wird Justizdirektorin.
Karin Keller-Sutter wird Justizdirektorin. © Keystone/Peter Klaunzer
Karin Keller-Sutter wurde im ersten Wahlgang zur Bundesrätin gewählt. Am Nachmittag gab sie ihre erste Medienkonferenz als frisch gebackene Bundesrätin.

«Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich herzlich zu bedanken für den Vertrauensbeweis, den ich von der Bundesversammlung erhalten habe. Ich weiss, dass die Übernahme dieses Amtes eine grosse Verantwortung bedeutet und ich habe grossen Respekt vor diesem Amt. Ich bin mir bewusst, dass mein Leben sich verändern wird. Man denkt im Vorfeld einer solchen Wahl schon darüber nach, aber es ist mir heute noch einmal tief ins Bewusstsein gerückt.» So trat die frisch gebackene Bundesrätin Karin Keller-Sutter vor die Medien.

Eine grosse Ehre für St.Gallen

In ihrer Begrüssung nannte sie auch die Wichtigkeit der Wahl für die Ostschweiz. «Ich bin sehr dankbar für diese sehr ruhige und sehr würdige Wahl, dass ich wie meine Kollegin Viola Amherd im ersten Wahlgang gewählt wurde. Diese Wahl ist eine Ehre für meinen Heimatkanton St.Gallen und meine Familie, die sich mit mir freut», sagt Keller-Sutter. Sie ist die erste Bundesrätin aus dem Kanton St.Gallen.

«Ich bin emotional»

Auf die Frage, warum sie die emotionalere der gewählten Kandidatinnen war, antwortete Karin Keller-Sutter ganz einfach: «Weil ich emotional bin!» Obwohl ihre Wahl so gut wie sicher war: «Sicher ist man erst, wenn man gewählt ist. Ich habe eine Geschichte, die ich mitbringe», sagt Keller-Sutter. Vor acht Jahren wurde anstelle von Keller-Sutter Johann Schneider-Ammann in den Bundesrat gewählt. «Auf der Tribüne, gleich links oben, waren meine Kolleginnen und Kollegen aus der Regierung und auch meine Familie. Alle waren den Tränen nahe oder weinten, das ist ein bewegender Moment. Und auch die Bundesversammlung, die man bei der Vereidigung und bei der Wahlannahmeerklärung vor sich sieht, da werden einem die Verantwortung und die Erwartungen bewusst, ich habe sie fast physisch gespürt und das war ein bewegender Moment», so die Wilerin.

(red.)


Newsletter abonnieren
4Kommentare
noch 500 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel