Klares «Nein» für Kinderonkologie in St.Gallen

Im Ostschweizer Kinderspital in St.Gallen werden krebskranke Kinder aus der ganzen Region behandelt.
Im Ostschweizer Kinderspital in St.Gallen werden krebskranke Kinder aus der ganzen Region behandelt. © St.Galler Tagblatt/Urs Bucher
Krebskranke Kinder aus Vorarlberg werden künftig nicht im St.Galler Kinderspital gepflegt. Das Gesundheitsministerium kommt zu einer klaren Absage für diese Lösung.

Da die Kinderonkologie in Dornbirn schliesst, wurde das Kinderspital St.Gallen als Alternative ins Auge gefasst. St.Gallen selbst hat sich grundsätzlich dazu bereit erklärt, damit die krebskranken Kinder nicht bis in die Uniklinik nach Innsbruck gehen müssen.

Landeshauptmann Markus Wallner äusserte zu dieser Lösung Bedenken: Die Universitätsklinik Innsbruck habe einen Versorgungsauftrag für Vorarlberg und zudem würden Patienten aus Österreich in St.Gallen Bittsteller sein. So wäre eine Versorgung bei Engpässen nicht mehr gesichert.

Jetzt hat sich auch das Gesundheitsministerium geäussert. Laut ORF kommt das Ministerium zu einem klaren «Nein» zur St.Galler Lösung. St.Gallen besitze kein von der EU zertifiziertes Kinderonkologisches Zentrum und müsse deshalb mit Zürich und Basel kooperieren.

(red.)


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