St.Gallen verliert ohne Chance

0:2 steht am Ende des Spiels auf der Tafel: Der FC St.Gallen ist gegen Lugano beinahe chancenlos.
0:2 steht am Ende des Spiels auf der Tafel: Der FC St.Gallen ist gegen Lugano beinahe chancenlos. © KEYSTONE/Eddy Risch
Der FC Lugano ist auch in der Rückrunde für die St.Galler nicht zu schlagen. Die Tessiner schlagen die St.Galler 2:0, die Espen kommen kaum zu Chancen.

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Der FC Lugano setzt sich mit dem dritten Auswärtssieg in Folge weiter von der Abstiegszone ab. Was Lugano tut, hat Hand und Fuss. Die Mannschaft von Fabio Celestini spielt einen taktisch reifen, zielstrebigen Fussball. Mit wenigen Pässen und möglichst direkt versuchen die Tessiner vor das gegnerische Tor zu kommen. Gegen St. Gallen klappte dies immer wieder hervorragend. Die beiden Stürmer Alexander Gerndt und Carlinhos erspielten sich zahlreiche gute Torchancen. Nach einer Viertelstunde führte ein weiter Ball via Absatztrick von Carlinhos zu Gerndt, der nach einer Drehung mit einem präzisen Schuss das 1:0 erzielte.

Lugano hatte weitere Chancen

Bis zum 2:0 in der 49. Minute hatte sich Lugano Möglichkeiten für zwei, drei weitere Tore erspielt, die beste kurz vor der Pause, als Carlinhos nach Vorarbeit von Gerndt das leere Tor verfehlte. Der zweite Treffer fiel schliesslich nach einem anderen raschen Konter, den Jonathan Sabbatini völlig freistehend im Strafraum abschloss. Für den Uruguayer, der am Vortag zum zweiten Mal Vater geworden war, war es der fünfte Saisontreffer.

St.Gallen zu Beginn mit vielen Fehlern

Die St. Galler fielen bis zum zweiten Gegentreffer fast nur durch Fehlpässe und defensive Schwächen auf. Erst mit dem Rücken zur Wand und dem eingewechselten Routinier Tranquillo Barnetta kam Schwung in die Mannschaft. Vincent Sierro traf in der 52. Minute nur den Pfosten, und eine Viertelstunde vor Schluss musste Luganos Goalie Noam Baumann einen Schuss von Andreas Wittwer parieren. Mehr als ein Hinweis, dass sie es eigentlich besser könnten, waren die Angriffe der St. Galler nach dem 0:2 aber nicht. Die Zuschauer quittierten die Leistung mit einem Pfeifkonzert.

«Wir wollen unser Spiel spielen»

Captain Silvan Hefti ist nach dem Spiel nicht zufrieden. «Wir haben es zu Beginn nicht geschafft, uns Chancen herauszuspielen. In der zweiten Halbzeit war es etwas besser, aber wir haben weiterhin nicht genug gedrückt», sagt er zu FM1-Fussballexperte James Wehrli.

Allerdings habe man das Spiel nicht an die defensiven Luganer anpassen wollen. «Wir wollen uns nicht dem Gegner anpassen und wollen unser Spiel spielen», sagt Silvan Hefti.

(enf)


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