«Kroatien ist der Sieger der Herzen»

Emmanuel Macron und Kolinda Grabar-Kitarović, die Präsidenten von Frankreich und Kroatien, sind stolz auf ihre Jungs.
Emmanuel Macron und Kolinda Grabar-Kitarović, die Präsidenten von Frankreich und Kroatien, sind stolz auf ihre Jungs. © Keystone/AP/Petr David Josek
Der einmonatige Fussball-Wahnsinn ist zu Ende – Frankreich schlägt Kroatien 4:2 und wird nach 20 Jahren zum zweiten Mal Weltmeister. Laut den Reaktionen im Netz hat der Vize-Weltmeister aber mindestens so viel Anerkennung verdient.

Wer hätte das zu Beginn der WM – und der Tippspiele – gedacht? Frankreichs junges, unerfahrenes Nationalteam hat Spiel für Spiel erfolgreich hinter sich gebracht und am Ende die Kroaten 4:2 geschlagen. Es ist der zweite Weltmeister-Titel der Franzosen. Dider Deschamps gewann die WM vor 20 Jahren als Spieler; nun wird er als Weltmeister-Trainer gefeiert:

«Wozu gibt’s den Videobeweis?»

Auf der FM1Today-Facebook-Seite sind einige User überzeugt, der Final sei kein faires Spiel gewesen und erwähnen beispielsweise den Penalty für Frankreich. «Der Sieg ist nicht verdient», schreibt Mary. «Wozu gibt’s den Videobeweis, wenn er nicht angewandt wird?», fragt sich Sonja. «Der Schiri sollte seinen Job an den Nagel hängen. Für mich ist Kroatien der Weltmeister!»

Viel Liebe für kroatische Präsidentin

Natürlich stehen bei der Siegerehrung die Weltmeister- und Vize-Weltmeister-Spieler im Fokus. Die Twitter-Gemeinde feiert allerdings ihre persönliche Heldin. Kroatiens Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović, die auf den strömenden Regen in Moskau pfeift und ihren Fussballern eine herzliche, tröstende Umarmung spendet. «Sehr sympathisch», findet diese Twitter-Userin:

Russlands Präsident Wladimir Putin darf die Siegerehrung im Trockenen «geniessen» – er zeigt weitaus weniger Emotionen als Grabar-Kitarović und der französische Staatspräsident Macron. «Ein Gentleman hätte ja der Dame den Schirm angeboten», meint «Naschkatze» dazu.

Der deutsche Fernsehsender ZDF hätte schon einen Outfit-Vorschlag für die nächste Siegerehrung:

«Der Himmel weint mit»

«Lara Cherry» hat eine einfache Erklärung für den Regen: «Ganz klar, der Himmel weint mit. Und zwar nicht aus Freude, sondern weil Kroatien nicht gewonnen hat.»

Trocken blieb es am Sonntagabend in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Die Vize-Weltmeister werden für ihr faires Verlieren gelobt – sie feiern, statt traurig zu sein:

Kroatien hat schliesslich auch allen Grund, stolz zu sein. Kapitän Luka Modric (31) wird zum besten Spieler des Turniers ernannt (und dafür von der kroatischen Präsidentin geknuddelt, siehe Tweet). Der französische Torschütze Kylian Mbappé (19) ist der beste Spieler des Finalspiels und der beste Youngster der WM.

Kein Hupkonzert

Auf den Ostschweizer Strassen ging es nach einer WM noch nie so ruhig zu und her, bemerkt ein Mitglied der Facebook-Gruppe «Rennleitung SG».

Screenshot: Facebook/Rennleitung SG

Für Sofie steht fest: «Kroatien ist Weltmeister der Herzen.»

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(lag)


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