«Laax ist das absolute Snowboard-Mekka»

Nicolas Müller (l.) und Roger Heid (r.) erzählen über die Entwicklung des Halfpipe-Fahrens.
Nicolas Müller (l.) und Roger Heid (r.) erzählen über die Entwicklung des Halfpipe-Fahrens. © FM1Today/NinaMüller
Im Jahr 1998 gab es bei den Olympischen Winterspielen zum ersten Mal die Disziplin Snowboard Halfpipe. Zwanzig Jahre später ist das Niveau nicht mehr zu vergleichen mit den Tricks von damals. Was Laax damit zu tun hat, erzählten uns Nicolas Müller, Profisnowboarder, und Roger Heid, Snowpark-Experte.

Mit verträumtem Blick erzählt Nicolas Müller von seiner ersten Erfahrung mit der Halfpipe: «Vor 23 Jahren war ich mit meinem Vater in Laax. Als ich da die Jungs in der Halfpipe sah, wusste ich: ‘Das will ich auch machen.’» Gesagt, getan. Wer sich für die Snowboardszene interessiert, kommt an Nicolas Müller nicht vorbei. Bis 2009 nahm er an Halfpipe-Contests teil und konnte mehrere Gewinne verbuchen. Heute ist er vor allem für seine Freestyle-Skills beim Freeriden bekannt. Die Entwicklung des Snowboardens, insbesondere des Halfpipe-Fahrens, hat Nicolas hautnah miterlebt:


Mit der grössten Halfpipe Europas und Skiliften, die auch für Snowboarder ausgerichtet sind, hat sich Laax als das Snowboard-Paradies Europas etabliert. Zudem ist das Laax Open der grösste Snowboard-Contest Europas. Profis wie Iouri Podladtchikov, Pat Burgener und David Hablützel trainieren regelmässig in der Pipe von Laax. So hat das Skigebiet die Entwicklung des Pipe-Fahrens massgeblich beeinflusst. «Unsere Halfpipe wurde immer grösser, weil die Fahrer das so wollten. Sie haben uns in dem Punkt ordentlich gepusht», sagt Roger Heid, der bis vor kurzem der Leiter des Snowparks Laax war.

Das Risiko für die Snowboarder ist durch die immer grösser werdende Pipe zwar höher geworden, jedoch sei die Halfpipe heutzutage auch sicherer als zu den Anfangszeiten. «Laax war eines der ersten Skigebiete, das eine Pipe-Dragon, ein Gerät das speziell für das Präparieren der Halfpipe gebaut wurde, hatte», sagt Nicolas Müller. Mithilfe solcher Investitionen und einer eigenen Shaper-Crew kann Laax die Sicherheit in der Pipe garantieren.

«Heutzutage machen die Pipe-Fahrer viel mehr Flips und Drehungen», sagt Müller. Zudem wurden die Sprünge immer höher, meint Heid. Nun sei die grösste Challenge für die Snowboarder, wieder mehr Style in die Tricks rein zu bringen, da sind sich die zwei Pipe-Profis einig. Wer sich selbst ein Bild von den Snowboardern in der Halfpipe machen möchte, kann bis Samstag beim Laax Open vorbei schauen.

(nm)

 

 


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