Lage in deutschem Waldbrandgebiet ernst

Räumpanzer unterwegs ins Waldbrandgebiet im Nordosten Deutschlands: Sie heben breite Schneisen aus, um eine Ausdehnung der Flammen zu verhindern. (Archiv)
Räumpanzer unterwegs ins Waldbrandgebiet im Nordosten Deutschlands: Sie heben breite Schneisen aus, um eine Ausdehnung der Flammen zu verhindern. (Archiv) © KEYSTONE/EPA/JONAS NOLDEN
Im grossen Waldbrandgebiet im Nordosten Deutschlands haben sechs Räumpanzer der deutschen Armee breite Schneisen rund um das vom Feuer betroffene Gebiet freigelegt. So soll eine weitere Ausdehnung der Flammen unterbunden werden.

Beim Feuer handelt es sich um den grössten Brand der Nachkriegsgeschichte in dem als Urlaubsziel beliebten ostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Damit die Einsatzkräfte näher an das Brandgeschehen nahe dem Ort Lübtheen herankommen, werden weitere Massnahmen vorbereitet, wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim am Mittwoch mitteilte. Zusätzliche Räumpanzer würden im Laufe des Tages noch erwartet. Die Lage sei nach wie vor ernst.

Die Einsatzleitung konnte am Mittwoch aber einen ersten Erfolg in der Bekämpfung des Flächenbrands vermelden. Die betroffene Fläche von 1200 Hektar hat sich seit Dienstagnachmittag nicht mehr vergrössert. Die Einsatzleitung zeigte sich verhalten optimistisch, dass eine weitere Ausdehnung des Feuers verhindert werden könne.

Etwa 3000 Kräfte von Feuerwehr, Armee, Polizei, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten, Forst und weiteren Institutionen sind nach Landkreisangaben im Schichtsystem rund um die Uhr im Einsatz.

Die Bewohner von zwei der vier evakuierten Dörfer können im Laufe des Tages zurückkehren, wie der Landrat des Kreises und Chef des Einsatzstabes, Stefan Sternberg, mitteilte. Die am dichtesten am Brandgebiet liegenden Orte Trebs, Jessenitz-Werk, Volzrade und Alt Jabel waren in den Vortagen vorsorglich geräumt worden. In der Gemeinde Trebs werde die Evakuierung ab 12 Uhr aufgehoben, in Jessenitz-Werk ab 18 Uhr.

(SDA)


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