Lausanne bedenklich, Langnau kaltblütig

Diesen Jubel in Lausanne haben sich die Tigers aus dem Emmental redlich verdient
Diesen Jubel in Lausanne haben sich die Tigers aus dem Emmental redlich verdient © KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Die SCL Tigers verlängern ihre zweiten Playoffs in der National League auf mindestens sechs Spiele. Sie gewinnen in Lausanne 5:1. Mit dem zweiten Auswärtssieg verkürzten die Emmentaler in der Viertelfinal-Serie gegen den Qualifikations-Dritten auf 2:3.

Gegen ein überaus fahriges Lausanne besassen die kaltblütigen Gäste erstaunlich leichtes Spiel. Sinnbild dafür war der Langnauer Schlusspunkt durch Chris DiDomenico, der neun Minuten vor Spielende in lockerer Trainings-Manier unbedrängt das 5:1 erzielte.

Die gesamte Lausanner Defensive inklusive Goalie Sandro Zurkirchen wirkte da schon passiv und befand sich mit den Gedanken schon bei Spiel 6 am Donnerstag in Langnau. Denn Spiel 5 war bereits mit dem haltbaren Distanzschuss von Larri Leeger entschieden, als Zurkirchen mit seiner Fanghand daneben griff (42.) und den vierten Gegentreffer kassierte.

Einziger Langnauer Doppeltorschütze war Nolan Diem (5./22.). Er erzielte seine ersten beiden Playoff-Saisontore (zum 1:1 und 3:1) auf identische Weise. Zweimal lenkte er eine Hereingabe in den Slot mustergültig ab und düpierte dadurch Zurkirchen.

Dabei hatte der Appenzeller Diem in 47 Spielen der Qualifikation mit drei Toren lediglich einen Treffer mehr erzielt als in seinem fünften Playoff-Spiel für die Emmentaler 2019.

Den Waadtländern bekam der schnelle Führungstreffer nach nur 60 Sekunden durch Dustin Jeffrey ganz schlecht. Ob sich Überheblichkeit beim Favoriten einschlich? Auf jeden Fall wurden die Gastgeber defensiv bedenklich anfällig. Sie wirkten im eigenen Slot gedanklich «eingefroren».

Diem, der das Zuspiel von Raphael Kuonen unhaltbar ablenkte, sowie Eero Elo nutzten dies zum Doppelschlag. Sie trafen innerhalb von 134 Sekunden für die SCL Tigers und sorgten damit für die rasche Wende.

Lausanne – SCL Tigers 1:5 (1:2, 0:1, 0:2)

6700 Zuschauer (ausverkauft). – SR Stricker/Eichmann, Castelli/Fuchs. – Tore: 2. (1:00) Jeffrey (Vermin) 1:0. 5. Diem (Kuonen) 1:1. 7. Elo (Lardi) 1:2. 22. Diem (Neukom) 1:3. 42. Leeger 1:4. 51. DiDomenico (Ausschluss Lindbohm; Elo) 1:5. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. – PostFinance-Topskorer: Vermin; DiDomenico.

Lausanne: Zurkirchen; Junland, Genazzi; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari; Moy, Emmerton, Leone; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Zangger, Froidevaux, Kenins; Antonietti, In-Albon, Herren.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Pascal Berger, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Randegger, Nils Berger.

Bemerkungen: Lausanne ohne Borlat, Mitchell und (beide verletzt) sowie Partanen (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Giliati (überzähliger Ausländer), Blaser, Johansson, Gustafsson und Punnenovs (alle verletzt). – 25. Leone verletzt ausgeschieden.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 500 Zeichen