Leclerc mit Pole, Hamilton strafversetzt und starke Alfa Romeo

Nimmt den Grand Prix von Österreich am Sonntag in Spielberg aus der Pole-Position in Angriff: Ferrari-Fahrer Charles Leclerc
Nimmt den Grand Prix von Österreich am Sonntag in Spielberg aus der Pole-Position in Angriff: Ferrari-Fahrer Charles Leclerc © KEYSTONE/AP/CLAUDE PARIS
Charles Leclerc im Ferrari sichert sich die Pole-Position für den GP von Österreich. Sein Teamkollege Sebastian Vettel und WM-Leader Lewis Hamilton sind nach einem turbulenten Qualifying gefordert.

Leclerc verwies in der entscheidenden Runde Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes um 0,259 Sekunden auf Platz 2, doch der Brite wird das Rennen am Sonntag (15.10 Uhr) nicht aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen können. Weil er im ersten Teil des Qualifyings Kimi Räikkönen entscheidend behindert hat, wurde er von den Stewards auf Startplatz 4 zurückversetzt.

Davon profitierte auch Vorjahressieger Max Verstappen im Red Bull, der als Zweiter unmittelbar vor Hamiltons Teamkollegen Valtteri Bottas zum neunten Saisonrennen starten wird.

Für noch mehr Aufregung als Hamiltons Manöver sorgte jedoch Leclercs Teamkollege Sebastian Vettel – oder besser gesagt sein nicht mehr funktionstüchtiger Ferrari. Der Wahl-Thurgauer, der als Dritter in der WM-Wertung deutlich hinter seinen Erwartungen liegt, musste auf der Strecke in Spielberg eine weitere Enttäuschung hinnehmen, als er wegen eines Defekts nicht mehr zur Entscheidung um die Pole-Position antreten konnte. Die Mechaniker stellten am Auto ein Problem mit der Luftdruck-Verbindung zum Motor fest.

Während der 21-jährige Leclerc zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere von ganz zuvorderst in ein Formel-1-Rennen starten wird, muss Vettel mit Startplatz 9 vorlieb nehmen. Ferrari wird am Sonntag aber alles daran setzen, die seit zehn Rennen anhaltende Siegesserie von Mercedes zu durchbrechen.

Während Vettel im Finale der besten zehn Autos nur noch Zuschauer war, konnten zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem GP von Aserbaidschan auch beide Fahrer von Alfa Romeo mittun. Kimi Räikkönen klassierte sich als Siebter direkt vor seinem Teamkollegen Antonio Giovinazzi. Zwischen dem Finnen und dem Italiener lagen nur 13 Tausendstel.

Räikkönen und Giovinazzi rücken in der Startaufstellung wegen der Rückversetzung von Kevin Magnussen (Getriebewechsel) aber noch um eine Position nach vorne. Für den Hinwiler Rennstall war es das beste Qualifying-Ergebnis seit dem GP von Brasilien im letzten November, als Leclerc und Marcus Ericsson ebenfalls die Ränge 6 und 7 belegten.

Spielberg. Grand Prix von Österreich. Startaufstellung: 1 Charles Leclerc (MON), Ferrari, 1:03,003 (246,731 km/h). 2 Max Verstappen (NED), Red Bull-Honda, 0,436 zurück. 3 Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,534. 4* Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 0,259. 5 Lando Norris (GBR), McLaren-Renault, 1,096. 6 Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo-Ferrari, 1,163. 7 Antonio Giovinazzi (ITA), Alfa Romeo-Ferrari, 1,176. 8 Pierre Gasly (FRA), Red Bull-Honda, 1,196. 9 Sebastian Vettel (GER), Ferrari (ohne Zeit nach Defekt im zweiten Teil). 10** Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari. – Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 11 Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari. 12 Daniel Ricciardo (AUS), Renault. – Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 13 Sergio Perez (MEX), Racing Point-Mercedes. 14 Lance Stroll (CAN), Racing Point-Mercedes. 15*** Nico Hülkenberg (GER), Renault. 16 Daniil Kwjat (RUS), Toro Rosso-Honda. 17 Robert Kubica (POL), Williams-Mercedes. 18**** George Russell (GBR), Williams-Mercedes. 19***** Alexander Albon (THA), Toro Rosso-Honda. 20 ***** Carlos Sainz (ESP), McLaren-Renault. – 20 Fahrer am Start. – * = Rückversetzung um 3 Startplätze (Behinderung von Räikkönen). – ** = Rückversetzung um 5 Startplätze (Getriebewechsel). – *** = Rückversetzung um 5 Startplätze (Einbau des fünften Verbrennungsmotors). – **** Rückversetzung um 3 Startplätze (Behinderung von Kwjat). – ***** = Rückversetzung in die letzte Startreihe (Wechsel mehrerer Teile der Antriebseinheit). – Tagesbestzeit: Leclerc im dritten Teil.

(SDA)


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