Lehrer: Amtsgeheimnis soll aufgehoben werden

Seit einigen Wochen ein mediales Dauerthema: die Wigoltinger Schule.
Seit einigen Wochen ein mediales Dauerthema: die Wigoltinger Schule. © Thurgauer Zeitung
Die Lehrer der Sekundarschule Wigoltingen wollen ihre Meinung zum Schulstreit kundtun: Sie haben der Behörde einen Antrag auf die Entbindung vom Amtsgeheimnis gestellt.

Bisher kam beim Wigoltinger Schulstreit vor allem eine Person zur Sprache: Schulpräsidentin Nathalie Wasserfallen. Sie stellt sich hinter den in die Kritik geratenen Schulleiter Mirko Spada und weist die Schuld an den sieben Kündigungen im Lehrerteam von sich. Letztere wollen sich nun zu Wort melden – und haben bei der Schulbehörde einen Antrag auf die Entbindung vom Amtsgeheimnis gestellt, berichtet die «Thurgauer Zeitung». Wasserfallen bestätigt den Eingang des Antrags, eine Antwort soll in der kommenden Woche erfolgen.

Schulpräsidentin Nathalie Wasserfallen (Bild: pd)

Kein Maulkorb

Mehrere Lehrer haben das Begehren unterschrieben. Die Entbindung vom Amtsgeheimnis benötigen sie, «um die Situation und Position der Lehrpersonen zu den Verhältnissen an der Oberstufe Wigoltingen darlegen zu können». Wasserfallen zufolge kam es zur Kündigungswelle, weil die Lehrpersonen nicht bereit seien, «Veränderungen zugunsten der Kinder effektiv mitzutragen». Entgegen der Anschuldigungen einiger Eltern hätten die Lehrer keinen Maulkorb erhalten. «Sie dürfen sich öffentlich äussern, solange sie sich an das Amtsgeheimnis und die Treuepflicht halten», sagte sie gegenüber FM1Today.

Zugeständnis in Sachen Kommunikation

Am Donnerstag stand Wasserfallen rund 40 bis 50 Elternteilen bei einem Podium Red und Antwort. «Es war eine Erfahrung, aber gebracht hat es nichts», wird einer Wigoltinger Mutter von der «Thurgauer Zeitung» zitiert. Allerdings habe die Schulpräsidentin zum ersten Mal eingeräumt, dass wohl auch Kommunikationsprobleme zu den Kündigungen geführt hätten.

Zuvor hatte sich die Interessengemeinschaft (IG) Schule Wigoltingen formiert. Diese unterstützt die Aufsichtsbeschwerde beim Kanton und will einen Elternrat schaffen.

(red.)


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