«Lehrer und Schüler sind überfordert»

Überforderte Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, die Klasse und die Lehrpersonen sollen entlastet werden.
Überforderte Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, die Klasse und die Lehrpersonen sollen entlastet werden. © iStock
Französisch als Promotionsfach, Englisch als zweite Fremdsprache und neue Lehrmittel: In den letzten zehn Jahren hat sich in der Mittelstufe viel verändert. Die Kantonale Mittelstufen Konferenz (KMK) fordert nun Verbesserungsvorschläge zur Entlastung.

Die Mittelstufe ist in den letzten zehn Jahren mit vielen neuen Fächern und Themen konfrontiert worden. Jetzt beschert ihnen der neue Lehrplan Volksschule wieder neue Herausforderungen. An der Sektionsversammlung der Kantonalen Mittelstufen Konferenz KMK wurden Verbesserungsvorschläge zur Entlastung der Mittelstufe besprochen.

«Es gab viele Veränderungen»

«Französisch ist als Promotionsfach, Englisch als zweite Fremdsprache dazugekommen. Wir haben neue Lehrmittel und der neue Lehrplan wurde eingeführt. Es gab viele Veränderungen und man merkt einfach, dass Lehrer und Schüler gleichermassen überfordert sind», sagt Roger Sachser, Präsident der St.Galler Mittelstufen-lKonferenz. Eine Entlastung sei dringend notwendig.

Man merke, dass die Kinder weniger Freizeit haben: «Viele Kinder sind in ihrer Freizeit fest eingebunden mit Musik- und Sportunterricht. Man spürt, dass die zusätzliche Benotung zu Druck führt – auch von zu Hause aus. Das stresst alle – die Eltern, Kinder und Lehrkräfte.»

Entlastung für Kinder, Eltern und Lehrer

Überforderte Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, die Klasse und die Lehrpersonen sollen folgendermassen entlastet werden, fordert die Konferenz vom Kanton: In der Primarschule soll ein Jahreszeugnis eingeführt werden, zudem soll ein neues Fach jeweils im ersten Jahr keine Noten und im Fach Französisch soll es Dispensationsmöglichkeiten geben.

(red.)


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