Liechtensteiner Prügler muss ins Gefängnis

Polizei und Rettungskräfte im Juni 2018 am Tatort
Polizei und Rettungskräfte im Juni 2018 am Tatort © TVO
Das Liechtensteiner Kriminalgericht hat einen Mann zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Er hat im Juni 2018 seine Frau im Schaaner Riet ins Koma geprügelt und liegen gelassen.

Am 8. Juni 2018 kam es zwischen dem alkohol- und drogensüchtigen Mann und seiner Frau auf dem Heimweg zum Streit. Mit 2,7 Promille im Blut verprügelte er seine Frau um 2 Uhr morgens so brutal, dass sie ins Koma fiel und bis heute gelähmt ist. Fast zwei Stunden blieb der Mann mit dem gemeinsamen Baby und dem Hund neben seiner bewusstlosen Frau stehen. Hilfe holte er keine. Schliesslich entdeckte eine Frau gegen 5 Uhr morgens den Mann und die Frau im Schaaner Riet und alarmierte den Notruf.

Das Kriminalgericht des Fürstentums Liechtenstein hat den Mann jetzt wegen versuchten Mordes verurteilt, wie das «Liechtensteiner Vaterland» berichtet. Zwölf Jahre muss er ins Gefängnis. Der Verteidiger forderte ein milderes Urteil, da der Angeklagte eine schwere Kindheit gehabt habe. Zudem sei der Mann nach der Tat unter Schock, Alkohol und Drogen gestanden. Der Staatsanwalt hingegen machte unterlassene Hilfeleistung des 29-Jährigen geltend. Das Gericht sah dies ebenfalls so. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(red.)


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