Löwe Atlas hat eine blutige Nase

Kennenlernen ist nicht immer einfach: Löwe Altas und Löwin Lin ruhen sich aus.
Kennenlernen ist nicht immer einfach: Löwe Altas und Löwin Lin ruhen sich aus. © pd/Walter Zoo
Die drei Berberlöwen, die seit August 2018 im Walter Zoo leben, teilen sich seit neuem das Gehege. Das Kennenlernen verlief allerdings nicht reibungslos.

Mit der Heirat hat es geklappt, nun stellt sich die Frage: Ist eines der Weibchen schwanger? Die Rede ist von den drei Berberlöwen im Walter Zoo Gossau. Bereits seit einigen Monaten hatten die beiden Löwinnen Lin und Jumina Gitterkontakt mit Löwe Atlas und nun, da die Löwin Lin rollig ist, wurde es Zeit, die Schiebetür zu öffnen, teilt der Walter Zoo mit. Lin suchte schnell Kontakt zu Atlas, zog sich aber immer wieder zurück. Beide Löwinnen reagierten mit Prankenhieben und verletzten mit ihren scharfen Krallen Atlas an der Nase, als dieser zu viel Körperkontakt suchte.

Die Löwen werden von den Verantwortlichen des Walter Zoos eingehend beobachtet. Trotzdem ist unklar, «ob bereits Paarungsakte geführt wurden». Nach einer erfolgreichen Paarung könnten rund 110 Tage später junge Löwen geboren werden. «Da die Weibchen aber noch sehr jung sind, kann dies auch noch eine Weile dauern.»

Berberlöwen-Zucht in Europa
Jumina und Lin sind Geschwister im Alter von zwei Jahren und stammen aus dem deutschen Zoo Neuwied. Atlas ist vier Jahre alt und kam aus dem Zoo in Paris. An den Walter Zoo vermittelt wurden sie durch eine Stelle, welche die Zucht der Berberlöwen international koordiniert. Die Hoffnung ist, dass die drei Tiere Nachwuchs zeugen und so helfen, die Population dieser sehr seltenen Löwen wieder zu stärken. Diese Art ist in freier Wildbahn ausgestorben. In weltweit rund 30 Zoos leben heute Berberlöwen.

(agm)


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