Lust auf veganes Raclette?

Das vegane Raclette soll vom Original kaum zu unterscheiden sein.
Das vegane Raclette soll vom Original kaum zu unterscheiden sein. © istock / fm1today.ch
Raclette ist geschmolzener Käse und der wird aus Milch gemacht, das weiss in der Schweiz so ziemlich jeder. Heutzutage gibt es aber auch für Veganer alles, was das Herz begehrt – sei es vegane Salami, vegane Burritos oder eben auch Raclette.

Fondue ist ein Stück Schweizer Kultur. Nicht nur das Essen der schweren Kost macht uns glücklich, sondern auch der soziale Aspekt: Das gemütliche Beisammensein, ein guter Wein und danach ein bisschen Jassen – urchig ist ja wieder in Mode. Und auch die Veganer sind nicht länger davon ausgeschlossen: bald gibt es veganes Raclette bei der Migros zu kaufen.

Nicht aus Milch, sondern aus Lupinen

Manch einer wird bei diesem eigenartigen Namen vielleicht zuerst an Professor Remus Lupin, den Werwolf aus «Harry Potter» denken. Das ist gar nicht so weit weg: man nennt die Pflanze auch Wolfsbohne (Lupus, lat. = Wolf).

«Lupinen kann man in der Schweiz sehr gut anpflanzen – und sie geben dem Boden sogar noch Nährstoffe zurück» – Renato Pichler

Lupinen sind Hülsenfrüchte und werden bei veganer Ernährung oft als Grundlage für Ersatzprodukte verwendet. Aufgrund ihres hohen Eiweissanteil sind sie speziell für vegane Sportler interessant. Und in Kürze auch für das sonst eher ungesunde Raclette.

Aber schmeckt das auch?

Renato Pichler, Präsident und Geschäftsführer von Swissveg ist von seinem Produkt überzeugt. «Es ist erstaunlich, wie nahe der Geschmack ans Original herankommt – auch Konsistenz und Geruch sind relativ ähnlich», sagt Pichler.

So sieht der vegane Ersatz für Raclette aus. (Bild: Swissveg)

Das vegane Raclette schmelze natürlich auch. Ob es so lange Streifen ziehe, wie das aus Käse, wisse er aber nicht. Im Laden darf es aus rechtlichen Gründen aber nicht als Raclette verkauft werden sondern unter dem Namen «Lupinen-Schmelz». Aus seiner Sicht ist es aber nichts Anderes: «Beim Raclette-Käse gibt es ja auch verschiedene Geschmacksrichtungen – das ist jetzt eine davon».

(red.)


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