Madulain ist offiziell schön

Vor allem der erhaltene Dorfkern macht die Schönheit des Dorfes aus.
Vor allem der erhaltene Dorfkern macht die Schönheit des Dorfes aus. © Kevin Quattropani
Das Oberengadiner Dorf Madulain gehört nun offiziell zu den 33 schönsten Schweizer Dörfern. Damit ist es bereits das sechste aus dem Kanton Graubünden.

Das mit 220 Einwohnern kleinste Dorf des Oberengadins gehört nun in die selbe Kategorie wie Bergün, Trogen oder Lichtensteig. «Es ist die Einfachheit, die wir uns in den letzten Jahren behalten haben.» So erklärt sich Roberto Zanetti, Gemeindepräsident von Madulain, die besondere Schönheit seines Dorfes. «Wir wollen das Beste aus dem machen, was wir haben.»

«Dorfkern besonders schön»

Für den Verein «Die schönsten Dörfer der Schweiz» gab es aber noch andere Gründe, Madulain bei sich aufzunehmen: «Bei Madulain ist es vor allem der Dorfkern, der die Schönheit ausmacht», sagt der Vereinspräsident Kevin Quattropani. Dieser sei es auch, der Madulain von den anderen Engadiner Dörfern abhebe: «In vielen Engadiner Gemeinden wurden die Dorfkerne durch Neubauten ergänzt – Madulain ist so geblieben, wie es immer war.»

Neue Gästesegmente

Gemeindepräsident Zanetti erhofft sich von der Aufnahme in den Verein auch einen touristischen Effekt: «Unsere Hotels wollen in der Vor- und Nachsaison neue Gästesegmente ansprechen, wie beispielsweise Besucher aus der Romandie.» Für diese hat Zanetti auch gleich ein paar Tipps: «Von der Burg Guardaval hat man eine super schöne Aussicht und entlang des Inns gibt es eine besonders wertvolle Häuserreihe zu sehen.»

Dorf mit gewissem Etwas

Für Kevin Quattropani ist aber nicht unbedingt der Massentourismus das Hauptziel für die schönsten Schweizer Dörfer: «Wir suchen Dörfer, die einen bewussten Schwerpunkt auf Kultur legen. Die Dörfer sollen für die Touristen sein, die das gewisse Etwas suchen.» Das gewisse Etwas, das nun auch Madulain hat – ganz offiziell.

(dab)


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