Mann löst Schuss bei Dienstwaffe aus

Bei einem Gerangel löste ein mann einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten.
Bei einem Gerangel löste ein mann einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten. © Thurgauer Zeitung/Reto Martin
Bei einem Gerangel im Kantonsspital Münsterlingen hat ein Mann die Dienstwaffe eines Polizisten betätigt und einen Schuss in den Boden abgefeuert. Der 36-Jährige und seine 32-jährige Begleitung konnten unter Kontrolle und in eine Fürsorgerische Unterbringung gebracht werden.

Aus einem gewöhnlichen Krankentransport wurde Samstagnacht im Thurgau ein Gerangel mit Schussabgabe. Ein 36-jähriger Italiener und eine 32-jährige Schweizerin stritten sich beim Bahnhof Kradolf in der Nacht auf Sonntag. Wegen einer Platzwunde sollte die Frau vom Rettungsdienst ins Spital Münsterlingen gebracht werden. Aufgrund der Situation forderte der Rettungsdienst eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau an, welche den Transport der beiden Personen begleitete.

Mann griff in Waffenholster eines Polizisten

Angekommen im Spital Münsterlingen verfügte der Arzt gegen den 36-Jährigen eine Unterbringung in einer fürsorgerischen Einrichtung. Da der Mann damit offensichtlich nicht einverstanden war, griff er die beiden Polizisten an. Seine 32-jährige Begleitung ging ebenfalls auf die Patrouille los. «Es kam dann zu einem Gerangel auf dem Gang, dabei gelang es dem Mann, in das Waffenholster eines Polizisten zu greifen und den Abzug der Dienstwaffe zu betätigen. Daraufhin löste sich ein Schuss in den Boden», sagt Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau.

Schussabgabe wird untersucht

Wie es zur Schussabgabe kam und wie der Mann die Waffe betätigen konnte, ist noch unklar und wird von der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei Thurgau genau untersucht. «Bei der Waffe handelt es sich um die Dienstwaffe der Kantonspolizei Thurgau, diese verfügt über keine mechanische Sicherung», sagt Mario Christen. Entsprechend sei das Waffenholster sehr gut gesichert. «Es handelt sich um ein ‹Level 3›-Holster, dieses ist mehrfach gegen das Herausreissen der Waffe gesichert.»

Beide Personen in Fürsorgerischer Unterbringung

Nach der Schussabgabe riefen die Polizisten nach Verstärkung, konnten dann die beiden Personen aber selbst unter Kontrolle bringen und verhaften. Der Arzt ordnete infolgedessen für beide eine Fürsorgerische Unterbringung an, beispielsweise in einer psychiatrischen Klinik, wo die Personen untergebracht wurden.

(Kapo TG/red.)


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