Mit Mathias Seger auf dem Eisfeld

Von Lara Abderhalden
Lara Abderhalden beim Interview mit Mathias Seger.
Lara Abderhalden beim Interview mit Mathias Seger. © pd
Der grösste Adventskranz der Welt in Mosnang hat jetzt sein eigenes Eisfeld. Der Profi-Eishockey-Spieler Mathias Seger aus Uzwil war bei der Eröffnung dabei. Er erzählt von Glühwein, dem FC St.Gallen und vom schwierigsten Interview in seiner Karriere.

Die Kinder bestaunen Mathias Seger mit grossen Augen. Auch wenn vermutlich nicht alle ganz genau wissen, was der Mann alles auf dem Kasten hat, wissen sie, dass dieser Mann die Kunsteisbahn in Mosnang eröffnet. Bei der Ansage wird Mathias Seger vom Moderator mit Roger Federer verglichen: «Mathias Seger hat fast so viele Titel vorzuweisen wie Roger Federer. Er ist seit 1999 Stammspieler der ZSC Lions mit denen er insgesamt viermal Schweizer Meister wurde, sowie zweimal den Continental Cup gewann. Ausserdem gewann er 2009 die Champions Hockey League. Ausserdem ist Seger mit 305 Einsätzen Rekordnationalspieler der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft und war bei 15 Weltmeisterschaften mit dabei…», weitere Aufzählungen über den erfolgreichen Ostschweizer folgen.

Mit den Kindern auf der Eisbahn

Die Kinder hören bereits nur noch mit einem Ohr zu, sie wollen unbedingt auf das Eisfeld. Nach einer kurzen Begrüssung von Mathias Seger dürfen die Kinder endlich die ersten Runden auf der Kunsteisbahn drehen. Die einen, noch mit wackeligen Füssen, versuchen mit Mathias Seger Schritt zu halten. Dieser animiert die Kinder sogleich zu einer Spielrunde. Er selbst positioniert sich auf der einen Seite des Feldes, die Kinder auf der anderen. Sie müssen versuchen, auf die andere Seite zu kommen, ohne von Seger gefangen zu werden.

Seger, der am 17. Dezember 40 Jahre alt wird, hat sichtlich Spass mit den Kindern. Ermutigt sie wieder aufzustehen, wenn sie umfallen und zeigt ihnen ein paar Tricks. Auch wir wagen uns auf das Eis mit ihm:

«Interview auf dem Eis ist schwierig!»

Im Gespräch erzählt er, dass er gerne in Mosnang ist. Er erinnere sich gut an den Geländelauf, an dem er einmal mitgemacht hat: «Ich bin schon noch ab und zu in der Region, da meine Eltern immer noch in Uzwil wohnen.» Dort ist Mathias Seger aufgewachsen und das erste Mal auf den Schlittschuhen gestanden. Wie womöglich noch ein paar andere Kinder an diesem Nachmittag: «Mit den Kindern ist es immer lustig», schwärmt er. «Schlittschuhlaufen macht Freude, das Eis macht Freude.»

Er hat gerne zur Abwechslung Anlässe wie diese, auch wenn sich das Eis von einem Profi-Eisfeld unterscheidet: «Es ist nicht gefrorenes Eis, sondern Plastik, wenn man etwas Schwung hat ist es einfacher», auch wenn man nebenbei keine Kamera tragen müsse. Der Profi-Spieler hat sich bereit erklärt, die Selfie-Kamera, die aus einem Eishockey-Stock mit Iphone-Kamera besteht, selbst zu tragen. «Also so ein Interview auf dem Eis ist um einiges schwieriger, als mit den Kindern zu spielen. Das hatte ich wirklich noch nie!»

«Ich wurde noch nicht als FCSG-Sportchef angefragt»

Mathias Seger interessiert sich neben dem Eishockey auch sehr für den FC St.Gallen. Er ist ein langjähriger Fan uns hat deshalb auch die Präsentation des neuen Präsidenten, Matthias Hüppi, verfolgt: «Es war verrückt, aber ich glaube es ist eine gute Sache und ich hoffe es geht bald wieder bergauf mit dem FC St.Gallen.» Er selbst hatte sportlich gesehen auch schon Kontakt mit Hüppi aber: «Er hat mich nicht angefragt, ob ich Sportchef werden möchte», sagt er mit einem Augenzwinkern. «Ich glaube, er ist ein Mann mit hohen Fachkenntnissen und er hat das Herz am richtigen Fleck, deshalb wird er seine Sache bestimmt gut machen.» Seger selbst besucht noch heute ab und zu Spiele des FCSG, wenn es ihm die Zeit erlaubt.

Die Kinder sind beinahe nicht mehr von Mathias Seger und der Eisbahn loszukriegen. Und obwohl einige von ihnen schon zum zehnten Mal umfallen, stehen sie immer wieder auf und lassen sich dabei nichts anmerken. Wer weiss, vielleicht tritt ja der eine oder andere gar in die Fussstapfen von Mathias Seger.

(abl)


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