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Jonas Kaufmann fühlt sich halb als Italiener

Simon Riklin, 4. Oktober 2015, 16:48 Uhr
Startenor Jonas Kaufmann, von Geburt her Münchner, hat eine Schwäche für Italien. «Ich liebe das Bel Paese, es ist jedes Mal, wie nach Hause zu kommen», sagte der Wagner-, Verdi- und Puccini-Interpret in einem Gespräch mit der römischen Tageszeitung «La Repubblica».
Tenor Jonas Kaufmann ist im Herzen halber Italiener - und auch äusserlich würde man ihm den Südländer abnehmen (Archiv).
© /AP dapd/JAKOB STUDNAR

Und das in perfektem Italienisch, wie das Blatt hervorhob. Die Sprache habe er schon als Kind gelernt, sagt er. Sein Grossvater sei nicht nur «ein eiserner Wagnerianer», sondern auch ein Italien-Fan gewesen. Er habe sich Lido di Classe in der Provinz Ravenna als Sommerfrische für die Familie ausgewählt.

«Ich habe dann Italienisch auf der Strasse gelernt, das war nötig, um nicht von den anderen Kindern isoliert zu sein», sagte der Barde, der 2012 als Lohengrin an der Mailänder Scala brillierte. «Inzwischen bin ich auch bei der Arbeit mehr Italiener als Deutscher», scherzte Kaufmann, «im Laufe der Zeit immer weniger Workaholic.»

Simon Riklin
Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Oktober 2015 15:25
aktualisiert: 4. Oktober 2015 16:48