So «Ring» kann es gehen

Vanessa Kobelt, 20. Juli 2017, 19:07 Uhr
Johann Domenicus Bass hat endlich seinen geliebten Ring wieder.
Johann Domenicus Bass hat endlich seinen geliebten Ring wieder.
© zVg
In dieser Geschichte geht es um einen Musiker, eine Frau, einen Ring und ein Happy End. Es ist aber keine Liebesgeschichte, versprochen! Jedenfalls noch nicht.

Dass Musiker nach ihrem Auftritt gerne ein bisschen mit den Konzertbesucherinnen flirten, dürfte bekannt sein. Manchmal kann das aber auch danebengehen. Für den Keyboarder der Wiener Elektropop-Band Johann Sebastian Bass endete ein Flirt nicht gerade erfreulich.

Unbezahlbares Erbstück

Wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt, spielte die Band vergangenes Wochenende am Poolbar-Festival in Feldkirch. Nach dem Konzert lernte der Musiker eine junge Frau aus Vaduz kennen. «Wir standen zusammen an der Bar und haben uns unterhalten. Im Gespräch kamen wir auf meinen Ring zu sprechen», sagt der Keyboarder mit dem Künstlernamen Johann Domenicus Bass gegenüber FM1Today. «Ich habe den Ring dummerweise abgezogen und ihr gegeben. Danach vergass ich, den Ring zurückzuverlangen.» Der 32-Jährige bemerkte seinen Verlust erst, als er auf dem Rückweg ins Hotel war. «Der Ring aus Silber ist ein Erbstück von meiner verstorbenen Tante. Er bedeutet mir extrem viel. Kein Geld der Welt kann ihn ersetzen.» Also beschloss Bass, die Frau über Facebook zu suchen.

Zurück nach Wien

Nach ein paar Tagen Hoffen und Bangen kam plötzlich die erlösende Nachricht über Facebook. «Scheinbar haben Kollegen der Frau den Beitrag gelesen und sie darauf aufmerksam gemacht. Ihr war nicht bewusst, dass ich nach dem Ring suche, beziehungsweise dass er mir so viel bedeutet», sagt Bass. Der Ring sollte sich mittlerweile per Post auf dem Weg nach Wien befinden.

Eine schöne Lovestory

Eigentlich wäre das der perfekte Anfang einer Liebesgeschichte - eine, die man gerne seinen Enkelkindern erzählt. Schade nur: Sowohl er als auch die junge Frau aus dem Fürstentum Liechtenstein seien in festen Händen. Auf die Frage, ob der Kontakt  bestehen bleibt, antwortet Bass lachend: «Wir werden sehen. Ich hoffe, dass ihr diese Geschichte nicht unangenehm ist, bestimmt sprechen sie viele Leute darauf an. Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder, wenn wir im Ländle spielen oder so.» Naja, auch wenn kein Pärchen aus den beiden wird, ein Happy End hat die Geschichte auf jeden Fall.

Vanessa Kobelt
Quelle: kov
veröffentlicht: 20. Juli 2017 19:07
aktualisiert: 20. Juli 2017 19:07