Wummernde Bässe - eine Chance für die Gemeinde

Fabienne Engbers, 14. November 2016, 10:41 Uhr
Diese Aussicht könnte sich den Besuchern des Openairs am Arvenbüel bieten. (Archiv)
Diese Aussicht könnte sich den Besuchern des Openairs am Arvenbüel bieten. (Archiv)
© Tagblatt/Ralph Ribi
Bereits nächsten Sommer soll im Arvenbüel ein Openair unter dem Motto «Amden tönt» stattfinden. Die Bevölkerung steht dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber, Kritiker stehen praktisch alleine da.

Die Organisatoren hätten die Anwohner über das Projekt informiert und positives Feedback erhalten, schreibt die Südostschweiz. 1000 bis 1500 Besucher werden am Openair in Amden mit spektakulärer Aussicht erwartet.

Alle sollen profitieren

Das neunköpfige Organisationskomitee möchte an seinem Openair ein durchmischtes Publikum begrüssen. «Auch junge Leute haben Freude an der wunderschönen Bergkulisse im Arvenbüel», sagte das OK an der Infoveranstaltung am Freitagabend. Vereine aus der Umgebung sollen am Openair eine Plattform erhalten.

Gegner haben Angst vor lauten Bässen

Hansjürg Fitzi hat Ende August die IG Pro Amden gegründet. Diese stellt sich gegen das Openair. «Drei Tage lang wummernde Bässe aus überdimensionierten Lautsprechern sind für Anwohner unzumutbar», wird Fitz Anfang September in der Zürichseezeitung zitiert. Die Bewohner von Amden kämen wegen der Ruhe an den Walensee, nicht für ein Openair.

Bevölkerungsmehrheit unterstützt das Projekt

Viele der Anwesenden sind für das Openair und unterstützen das OK. «Endlich kommt wieder Leben und Freude nach Arvenbüel», sagt ein Befürworter der Südostschweiz. Ein anderer Ammler meint: «Die Pensionäre hier dürfen ruhig ein bisschen aufgeweckt werden.»

Gemeinde steht hinter dem OK

Auch der Geschäftsführer von Tourismus Amden, Thomas Exposito, und Gemeinderat Toni Jöhl sehen im dreitägigen Openair eine Chance für die Gemeinde Amden. Sie denken, dass junge Leute, die sich für einen solchen Anlass einsetzen, gefördert werden sollen.

Organisatoren wollen sich mit Gegnern vertragen

Das OK hat bekannt gegeben, dass die Maximallautstärke 70 Dezibel nicht überschritten wird. Ausserderm soll die Bühne gegen die Wohnhäuser abgeschirmt sein, schreibt die Südostschweiz. Hansjürg Fitzi und das OK wollen in Zukunft statt über vorwurfsvolle Briefe lieber persönlich diskutieren - und die Streitigkeiten so aus der Welt schaffen.

Das Openair Amden findet voraussichtlich Mitte Juli 2017 statt. Am Freitagabend soll die Bühne von Newcomern aus der Region genutzt werden, am Samstag sollen Country- und Rockabillymusikfans auf ihre Kosten kommen. Den Erlös will das OK an Heime in der Region spenden.
Fabienne Engbers
veröffentlicht: 14. November 2016 10:41
aktualisiert: 14. November 2016 10:41