Nina Schurter siegt in Les Gets – Neff wird Zweite

Nino Schurter fährt in Les Gets zu seinem 32. Sieg im Cross-Country-Weltcup
Nino Schurter fährt in Les Gets zu seinem 32. Sieg im Cross-Country-Weltcup © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Nino Schurter feiert im französischen Les Gets seinen 32. Weltcupsieg im Cross-Country. Damit fehlt dem Bündner nur noch ein Sieg, um den Rekord des Franzosen Julien Absalon zu egalisieren.

Der Weltmeister und Olympiasieger distanzierte seinen letzten Begleiter, den Südtiroler Gerhard Kerschbaumer, im Finish um vier Sekunden. Dritter wurde der Brasilianer Henrique Avancini. Als zweitbester Schweizer klassierte sich Mathias Flückiger im 9. Rang.

Mitfavorit Mathieu van der Poel, der entgegen seiner ursprünglichen Absichten in Les Gets antrat und am Freitag das Short-Track-Rennen für sich entschieden hatte, verpasste die Top 10. Dem Rad-Multitalent aus den Niederlanden fehlte nach einer Pause etwas der Rhythmus, er musste mit Platz 16 Vorlieb nehmen.

Für Schurter war es im vierten von sieben Saisonrennen der zweite Sieg und der zweite in Folge. Damit baut er seine Führung im Weltcup weiter aus.

Bei den Frauen wartet Jolanda Neff nach wie vor auf ihren ersten Saisonsieg im Cross-Country. Die St. Gallerin klassierte sich in den französischen Alpen zum dritten Mal in diesem Jahr im 2. Rang. Sie musste sich einzig der amerikanischen Weltmeisterin Kate Courtney geschlagen geben.

Neff kam zwar fulminant aus den Startlöchern, büsste aber sogleich dafür. Als das Feld oben am Berg ankam, lag die Europameisterin an der Spitze. «Dafür musste ich bezahlen», bekannte Neff später, als sie das Rennen Revue passieren liess.

Die Schweizerin fiel zwischenzeitlich bis auf Platz 12 zurück, ehe sie ab Rennhälfte aufdrehte und mit Ausnahme der ungefährdeten Courtney die vor ihr liegenden Konkurrentinnen einholte und gleich deutlich distanzierte. Dennoch fand Neff: «Ich bin einfach noch nicht in Topform.» Sie sei indes froh, den Rhythmus wieder gefunden zu haben, was schliesslich zu Platz 2 reichte.

Sina Frei, die noch in der U23-Kategorie startberechtigt wäre und etwas mehr als nach Rennhälfte den 2. Rang belegte, glänzte als zweitbeste Schweizerin im 4 Rang. Die bald 22-jährige Zürcherin egalisierte damit ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis. Nur gerade zehn Sekunden vor Frei fuhr die drittklassierte Deutsche Elisabeth Brandau über die Ziellinie.

(SDA)


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