Neue Spur von vermisster Lustenauerin

Gloria Albrecht wird seit dem 5. März vermisst.
Gloria Albrecht wird seit dem 5. März vermisst. © zVg
Die vermisste Lustenauerin Gloria Albrecht wurde offenbar in Lindau gesehen. Die 26-Jährige wird seit Anfang März vermisst, ihre Eltern gehen von einem Gewaltverbrechen aus.

Anfang März wollte Gloria Albrecht in den Messepark einkaufen. Von dort ist sie allerdings nie zurückgekehrt. Seitdem suchen die Eltern der 26-Jährigen nach einem Hinweis.

Hinweise aus Lindau

Diesen könnten nun Zeugen aus Lindau liefern. Laut schwaebische.de sollen einige Personen Gloria in Lindau erkannt haben und seien damit zur Polizei gegangen. Ob es sich tatsächlich um die Vermisste handelte oder um eine Frau, die ihr ähnlich sieht, ist noch nicht klar. Seit einiger Zeit sucht auch Interpol nach der 26-jährigen Sozialpädagogin.

Vater mit Fotos unterwegs

Ihre Eltern suchen verzweifelt nach der jungen Frau. Ihr Vater, Jürgen Albrecht, ist seit Wochen und Monaten viel mit Fotos seiner Tochter unterwegs, mit gedruckten und digitalen. «Die Reaktionen sind massiv und zahlreich», sagte der Vater in einem Interview mit den Vorarlberger Nachrichten.

Glorias Verschwinden aus dem Elternhaus in Lustenau ist für die Eltern und die zwei Schwestern ein Trauma. «Gloria sass am 5. März noch beim Frühstück zu Hause. Alles war normal. Sie sagte, sie wolle in den Messepark, um sich eine Sim-Karte zu besorgen. Das hat sie dann auch getan. Anschliessend kehrte sie zurück nach Lustenau. Eine Videokamera nahm sie bei der Volksbank noch auf, als sie einen kleinen Betrag abhob. Von diesem Zeitpunkt an gibt es keine Spur mehr von ihr.»

«Gloria ist sensibel»

Gloria ist die zweite von drei Töchtern von Jürgen Albrecht, die Mittlere. «Gloria ist ein sehr emotionaler Mensch. Sie ist verletzlich und sensibel, alles andere als oberflächlich.» Stets habe sie sich in die Probleme anderer hineinversetzen können. «Sie hat das fast ein bisschen übertrieben.» Sie hätte am Tag nach ihrem Verschwinden in einem Lustenauer Mädchen-Café eine neue Stelle angetreten, bei der sie sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche gekümmert hätte.

Die Vorarlbergerin ist rund 170 Zentimeter gross und schlank. Als Letztes wurde sie in einer grünen, knielangen Winterjacke mit Kapuze, Jeans, grau-weissen Schuhen und dem erwähnten roten Rucksack gesehen. Wer Hinweise zur Vermissten machen kann, soll sich bei der Vorarlberger Polizei oder einem Schweizer Polizeistandort melden.

(red.)


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