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App zeigt freie Parkplätze

Michael Ulmann, 3. Juli 2017, 16:45 Uhr
In der Stadt St.Gallen wird seit drei Tagen «smart geparkt». Am 1. Juli 2017 startete das rund einjährige Pilotprojekt «Smart Parking» der Stadtpolizei St.Gallen. Ziel: Schneller einen freien Parkplatz finden und den Suchverkehr verringern.
Hier kommen die Parksensoren u.a. zum Einsatz: Die Davidstrasse in St.Gallen. Rechts auf dem Foto ist das Lagerhaus.
© Tagblatt

Es tönt ja schön und recht. Das Projekt «Smart Parking» soll laut den Initianten die Parkplatzsuche vereinfachen und eine effizientere Parkplatznutzung ermöglichen. Aber, «Smart Parking» gibt es vorerst nur an zwei Strassen in der Nähe des Hauptbahnhofs, an der David- und der Pestalozzistrasse. Dies der Wermutstropfen.

Via Navi, App oder Google Maps

An den zwei Strassen werden während des Pilotprojekts 96 Parksensoren (siehe auch Galerie) auf 48 Parkfeldern getestet. Die Parksensoren sollen Daten mit Angaben zu freien Parkplätzen via der neuartigen, strahlungsarmen Funktechnologie LoRa (Long Range, kommt auch beim Glasfasernetz zum Einsatz) an die Stadtpolizei St.Gallen übermitteln. Über Navigationssysteme, Apps und Karten wie Google Maps sollen die aufbereiteten und offenen Daten dann allen - besonders natürlich Autofahrerinnen und Autofahrern - zur Verfügung stehen.

Ein Polizist hält einen Parksensor, wie er beim Pilotprojekt in St.Gallen zum Einsatz kommt.
© Stapo SG

Vier Firmen, vier Technologien

Für das Pilotprojekt arbeitet die Stadtpolizei St.Gallen mit vier verschiedenen Unternehmen (IEM, Adec Technologies AG, Leicom und ParkHere) zusammen, die vier unterschiedliche Parksensoren-Technologien entwickelt haben. Dabei handelt es sich um Magnet-, Ultraschall-, Infrarot- und Lichtdetektionsmöglichkeiten sowie Sensorstreifen, die auf Druck reagieren. Laut der Stadtpolizei kommen pro Sensor teilweise mehrere Technologien zum Einsatz.

Das Pilotprojekt wird von zwei HSG-Studenten begleitet, die unabhängig voneinander eine Masterarbeit dazu verfassen. Die Ergebnisse sollen nach der rund einjährigen Pilotphase im Herbst 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Michael Ulmann
Quelle: red/uli
veröffentlicht: 3. Juli 2017 16:45
aktualisiert: 3. Juli 2017 16:45