Auto fährt in Soldatengruppe

Fabienne Engbers, 9. August 2017, 14:30 Uhr
Hier, am Place des Panchettes, soll der Angriff passiert sein.
Hier, am Place des Panchettes, soll der Angriff passiert sein.
© Google Maps
Laut Medienberichten ist in Paris ein Auto in eine Gruppe von Soldaten gefahren. Der Vorfall ereignete sich offenbar in der Nähe des französischen Inlandsgeheimdienstes. Die Polizei hat ein Fahrzeug beschlagnahmt und einen Mann verhaftet.

Die Pariser Polizei hat den Vorfall auf Twitter bestätigt. Sechs Menschen sollen verletzt worden sein, zwei davon schwer. Die zwei Schwerverletzten seien jedoch nicht in Lebensgefahr. Dies sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Das Auto, das in die Soldaten fuhr, war laut Medienberichten ein schwarzer BMW. Das Auto wurde laut Medienberichten auf der Autobahn angehalten. Der Fahrer und Tatverdächtige hat offenbar Schusswunden erlitten.

Laut französischen Medien gehörten die Soldaten zu einer Einheit der «Operation Sentinelle», die aufgrund der Terrorattacken im Jahr 2015 gegründet wurde. Der Fahrer des Autos konnte offenbar mit seinem Wagen fliehen. Die Polizei im Département Hauts-de-Seine geht davon aus, dass der Fahrer den Unfall absichtlich verursachte.

Der Bezirksbürgermeister des Vorrortes Levallois- Perret, Patrick Balkany sagt zum französischen Sender BFMTV: «Dieses Auto stand nahe der Kaserne. Der Fahrer hat wohl darauf gewartet, dass die Militärs das Gebäude verlassen... Ich bin der Meinung, man kann den Vorfall als geplante Aktion bezeichnen.»

Die Soldaten wurden vor einer Kaserne im Zentrum von Levallois angefahren, wie der Bürgermeister Patrick Balkanyweiter sagte. Das Auto sei «sehr schnell» auf die Soldaten zugerast, als diese aus der Kaserne gekommen seien. Es gebe keinen Zweifel, dass die Tat absichtlich begangen worden sei. Laut BFMTV hat die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft mittlerweile eine Ermittlung gestartet.

Die Soldaten bewachen unter anderem Synagogen, Flughäfen, Bahnhöfe und Touristenattraktionen wie Museen oder den Pariser Eiffelturm. Dabei werden die Soldaten selbst immer wieder Ziel von Angriffen.

Fabienne Engbers
Quelle: sda/red
veröffentlicht: 9. August 2017 09:34
aktualisiert: 9. August 2017 14:30