Die modernsten Arbeitsplätze im Kanton

Michael Ulmann, 11. September 2017, 18:37 Uhr
Auf dem Churer Rossboden fand am Montagvormittag der Spatenstich für das neue Innovations- und Technologiezentrums der Firma Oblamatik AG statt. Der Neubau kostet 25 Millionen Franken und soll im Kanton Graubünden neue Massstäbe setzen.

Ende 2016 hat die Unternehmensleitung der Oblamatik AG den Bau des Innovations- und Technologiezentrums in Chur angekündigt. Am Montagvormittag fand der Spatenstich statt. Anwesend waren nebst der Unternehmensleitung auch Vertreter der Architekten sowie der Politik. Laut Oblamatik wird das Gebäude Massstäbe in puncto Arbeitsplatzqualität und Energieeffizienz setzen und soll im Frühling 2019 fertiggestellt sein. Die Oblamatik AG entwickelt eigene und neuartige Sensorentechnologie und ist international führend im Bereich Trinkwassermanagement.

Fitnessstudio, Atrium und Bibliothek

Im 25 Millionen-Projekt entstehen neben ergonomischen Einzelarbeitsplätzen auch High-End-Techniklabors, Seminar- und Showräume, Sitzungsräume sowie Bereiche, welche den Wissens- und Ideentransfer im Team optimal fördern sollen - zum Beispiel mittels einem offenen Atrium als Thinktank und weitere speziell gestaltete «Openspaces». Gemäss Oblamatik entsteht so ein in Bezug auf Arbeitsplatzqualität bisher unerreichtes Niveau in Graubünden. Eine Bibliothek, ein eigenes Fitnessstudio und ein Restaurant mit Café/Lounge und Terrasse mit Blick auf den Calanda runden das Angebot für die Mitarbeitenden ab. Ausserdem versorgt sich der Neubau als Minergie-P-Bauwerk selbst mit Energie.

So soll der Neubau einst von innen aussehen. Weitere Visualisierungs-Bilder gibt es in der Bildergalerie. Bild: Oblamatik

Nicht nur bessere, sondern auch mehr Arbeitsplätze

Oblamatik plant wegen des Neubaus die mittelfristige Aufstockung der Belegschaft von 50 auf 100 Mitarbeitende. Das Innovations- und Technologiezentrum, welches unterdessen von drei auf vier Stockwerke erhöht wurde und deshalb fünf Millionen Franken mehr kostet als ursprünglich geplant, könne diese problemlos unterbringen, heisst es. Bei der Rekrutierung von Fachkräften, an welchen es laut Oblamatik zurzeit mangelt, stellt die Firma allerdings Forderungen an den Kanton. Dieser müsse einen spürbaren Beitrag in der Aus- und Weiterblidung der Fachkräfte leisten.

Entwicklung des Rossbodenareals

Durch den Neubau, der eine Art Denkfabrik werden soll, verfolgt die Oblamatik AG auch das Ziel, das Rossbodenareal, das zurzeit ein reines Industrie- und Gewerbeareal ist, zu einem Forschungs-, Technologie- und Dienstleistungsstandort zu machen. «Wer immer wieder neue Hightech-Lösungen entwickeln will, muss sich in einem inspirierenden Arbeitsumfeld austoben können», sagt CEO Roland Obrist.

Michael Ulmann
Quelle: uli
veröffentlicht: 11. September 2017 18:12
aktualisiert: 11. September 2017 18:37