Giftköder-Alarm im Linthgebiet

Simon Riklin, 1. November 2016, 16:16 Uhr
Ein vermeintlicher Giftköder verunsichert Hundebesitzer im Linthgebiet.
© (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)
Ein vermeintlicher Giftköder verunsichert Hundebesitzer in Rapperswil-Jona. Ein Hund frass einen Wurstköder, gespickt mit weissen Tabletten. Hundehalter äussern sich in sozialen Netzwerken empört.

Hund Turbo frass während einer Übung des Kynologischen Vereins Rapperswil-Jona einen Wurstköder, gespickt mit weissen Tabletten. Die aufmerksame Hundehalterin reagierte schnell und ging sofort notfallmässig zum Tierarzt. Dieser verabreichte dem Hund ein Brechmittel, um eine Vergiftung zu vermeiden. In der Folge schlug die Hundehalterin auf Facebook Alarm.

Beinahe 350-mal wurde der Beitrag bereits auf Facebook geteilt. Die Besitzerin von Turbo schreibt darin, dem Hund gehe es den Umständen entsprechend gut. Facebook-User machen ihrem Unmut gegen Hundehasser Luft. «Schade, dass man solche verfluchten Bastarde nie in die Hände bekommt», schreibt etwa eine verärgerte Nutzerin.

Der Facebookpost wurde schon über 300 Mal geteilt. (Facebook)
© Facebook

«Der Hund wurde zum Erbrechen gebracht»

Die Besitzerin nahm mit ihrem Hund Turbo am Nachtmilitary des Knyologischen Vereins Rapperswil-Jona teil. Dort zeigt man sich verunsichert: «Wir haben natürlich sofort alle Teilnehmer informiert», sagt Daniela Bauer, Mitorganisatorin des Nachtmilitary des Kynologischen Vereins Rapperswil-Jona zur Zürichsee-Zeitung.  Turbo sei aber der einzige Hund, welcher einen vermeintlichen Giftköder gegessen habe.

Trotzdem warnt auch der Kynologische Verein vor Hundehassern, die womöglich in Rapperswil-Jona Köder legen.

Noch kann der behandelnde Tierarzt von Turbo, Andreas Müller, noch nicht sagen, ob es wirklich ein gezielter Giftanschlag war.  «Aus Sicherheitsgründen wurde der Hund sofort zum Erbrechen gebracht», sagt Müller zur Zürichsee-Zeitung. Im Mageninhalt fand der Tierarzt aber weisse Tablettenstücke. Proben können im Labor aber nur untersucht werden, wenn man eine Ahnung hat, um welche Substanz es sich handeln könnte.

Hund Turbo geht es nach dem vermeintlichen Giftanschlag wieder besser. (Facebook)
© Facebook

Obwohl es Turbo mittlerweile wieder gut geht und nicht restlos klar ist, ob ein Hundehasser den Köder gezielt gelegt hat, möchte die Besitzerin nun Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

(red.)

Simon Riklin
veröffentlicht: 1. November 2016 16:09
aktualisiert: 1. November 2016 16:16