JUSO fordert schrittweise Legalisierung aller Drogen

Christoph Fust, 19. September 2015, 17:13 Uhr
JUSO-Präsident Fabian Molina (l.) und Zentralsekretär Dario Schai wollen bei den kommenden Wahlen für eine starke Linke kämpfen (Archivbild)
JUSO-Präsident Fabian Molina (l.) und Zentralsekretär Dario Schai wollen bei den kommenden Wahlen für eine starke Linke kämpfen (Archivbild)
© KEYSTONE/WALTER BIERI
Die JUSO hat an ihrer Delegiertenversammlung am Samstag in Liestal BL die schrittweise Legalisierung aller Drogen gefordert. Eine Mehrheit der 100 JUSO-Delegierten stimmte mit wenigen Gegenstimmen und einigen Enthaltungen dem Drogen-Positionspapier zu.

Der "Krieg gegen Drogen" sei gescheitert, teilten die Jungsozialisten am Samstag mit. Denn der weltweite Drogenkonsum nehme zu und die Repressions- und Kriminalisierungspolitik habe zu "mächtigen mafiösen Strukturen" und "bürgerkriegsähnlicher Gewalt in zahlreichen Ländern geführt".

In ihrer letzten Versammlung vor den National- und Ständeratswahlen 2015 sprachen sich die Delegierten deshalb für ein Umdenken in der Drogenpolitik aus. Nicht mehr eine drogenfreie Gesellschaft solle das Ziel der Politik sein, sondern "Selbstbestimmung und Prävention". Das müssten "endlich auch die Bürgerlichen" erkennen.

Für JUSO-Präsident Fabian Molina sind die Wahlen vom 18. Oktober auch sonst von zentraler Bedeutung. Denn eine Mehrheit des heutigen Parlaments unterstütze Nahrungsmittelspekulanten, wolle den Schnüffelstaat ausbauen und weiter Waffen in Krisenregionen exportieren, kümmere sich nicht um Lernende und halte nichts von der Gleichstellung der Geschlechter. Deshalb brauche es in Zukunft mehr denn je brauche eine starke Linke.

Christoph Fust
Quelle: SDA
veröffentlicht: 19. September 2015 16:59
aktualisiert: 19. September 2015 17:13