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Über 12'000 Fahrzeuge suchen neuen Weg über Grenze

Thinh-Lay Bosshart, 29. September 2015, 11:52 Uhr
Täglich rollen 1'200 Lastwagen und über 11'000 Autos über die Rheinbrücke zwischen Lustenau und Au. Im kommenden Jahr wird diese Brücke während sechs bis sieben Wochen gesperrt sein. Wo und wie werden die Fahrzeuge ausweichen?
Der stark frequentierte Grenzübergang Au-Lustenau wird im Sommer 2016 während mehrerer Wochen komplett gesperrt.
© Benjamin Manser / St.Galler Tagblatt

Irgendwann zwischen Juli und September wird die Rheinbrücke zwischen Lustenau und Au gesperrt sein. Täglich überqueren über 11'000 Autos und 1'200 Lastwagen diese Brücke - all diese Fahrzeuge müssen sich während dieser Sperrung einen anderen Weg suchen. «Eine verkehrstechnische Herkules-Aufgabe», schreiben die Vorarlberger Nachrichten.

Brücke sanierungsbedürftig

Die Rheinbrücke bei Lustenau besteht seit 1957, führt also seit bald 60 Jahren ennet dem Rhein. Deshalb ist es an der Zeit, die Brücke zu sanieren - unter anderem erhält die Brücke einen neuen Belag, welche der täglichen starken Beanspruchung standhält. Wie lange die Sanierungsarbeiten dauern, hängt von den Wetterverhältnissen ab. Mit sechs bis sieben Wochen rechnen die Verantwortlichen, während denen die Brücke komplett gesperrt ist. Die Herkules-Aufgabe mache deutlich, welchen Verkehr Lustenau täglich schluckt - so wird der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer zitiert.

Gleichzeitig mit der Brückensanierung finden weitere Arbeiten statt: Der Kreuzungsbereich vor der Zu- und Abfahrt zur Grenze wird erweitert, der Kreisverkehr beim «Engel» umgebaut.

Belastungen für andere Übergänge

Bruecke Lustenau 0915Aufgrund der Bauarbeiten kommen grosse Belastungen auf die anderen Grenzübergänge im Rheintal zu. Die Verkehrsexperten rechnen beispielsweise damit, dass täglich 240 Lkw und 6'800 Autos zusätzlich die Grenze St.Margrethen/Höchst überqueren werden. Auch die anderen Übergänge in Widnau, Diepoldsau, Kriessern und Rheineck werden stärker frequentiert sein (siehe Grafik).

Logistische Herausforderung

Die Bauzeit fällt auf den Sommer, weil es dann deutlich weniger Güterverkehr an den Grenzen gibt. Im Frühjahr wird das Vorarlberger Strassenbaumanagement die Bevölkerung und die Transportwirtschaft informieren. Besonders grosse Herausforderungen sehen die Verantwortlichen vor allem bei den Zollbehörden. Diese müssen während der Bauzeit Personal verlagern und die Abläufe bei der Abfertigung verändern.

Thinh-Lay Bosshart
Quelle: red
veröffentlicht: 29. September 2015 11:52
aktualisiert: 29. September 2015 11:52